Dienstag, 20. Dezember 2016

Nach wie vor alles okay mit unserem Rehepony

Unsere Pferde im milden norddeutschen Winterwetter




Die Fotos, die ich hier verlinke, sind alle vom 4. Advent.

In Bezug auf Chiwas Hufrehe gibt es nichts Neues. Es geht ihr nach wie vor diesbezüglich gut.

 Am Samstag davor ist Jürgen sogar einmal kurz auf ihr geritten.

Davon habe ich aber keine Fotos gemacht, weil sich das spontan ergab und ich keine Kamerai dabei hatte.

 Das Paar, das zu unserer Gaststute gehört, war auch da und diese Stute wurde geritten. Nach der Bodenarbeit hatte Jürgen dann doch Lust, mal auf unsere Chiwa zu klettern.

Wir haben da gestaunt, was für ein ehrgeiziges Pony wir doch haben. Von alleine hat sie richtig Gas gegeben, trotz Reiter, und ist hinter der großen Hannoveraner-Stute hergelaufen, wollte sich nicht abhängen lassen. Ich glaube allerdings, das sollte Jürgen in ihrem Alter nicht zu oft machen, es könnte zu viel für unser altes Pony werden.

 Auch gestern habe ich wieder beobachten können, wie schnell dieses Pony unter Umständen noch werden kann, wenn sie es selbst möchte.

Wie oben auch, gab es wie immer Müsli im Round Pen. Ich habe mir angewöhnt, dann immer unsere Gaststute gleich unten am Tor ein paar Minuten mit einigen Leckerlis abzulenken, damit Jürgen die zwei ohne Probleme oben ins Round Pen lassen und ihnen ihr Müsli hinstellen kann.

 Nun musste gestern Chiwa aber unterwegs mal Pipi und die Gaststute war schon unterwegs nach oben.

Ich glaube, Chiwa hatte nun Sorge, sie kommt nicht mehr rechtzeitig zu ihrem Müsli-Topf.

Fertig mit Pipi, sauste sie aus dem Stand wie ein geölter Blitz los. Ich habe gestaunt, wie schnell dieses alte Pony im Galopp noch werden kann, und das aus dem Stand raus. Man hat gut gesehen, dass Chiwa die Rasse ist, die oft für Mounted Games oder Distanzrennen genommen wird, es steckt immer noch drin.

 Es ist immer wieder schön mitzuerleben, dass unser altes Pony, auch wenn es inzwischen nun doch lieber gemütlich läuft im Alter, wenn sie will, doch noch richtig aufdrehen kann wie eben Samstag sogar mit Reiter oder gestern bei diesem spontanen gestreckten Galopp.

 Was wir allerdings vermuten ist, dass sie in dem Bein, mit dem sie 2002 mal in diesem Maschendraht festhing und sich dabei viele Sehnen und Bänder zerrissen hat, ein wenig mit rheumatischen Beschwerden zu tun hat jetzt im Alter, denn ab und zu sieht man, dass sie auf der Seite nicht mehr richtig rund läuft. Nun ist es laut der Aussage ihres Tierarztes damals schon ein Wunder, dass sie diesen Unfall überhaupt überlebt hat, also wollen wir mal nicht meckern, wenn sich die Folgen davon im Alter halt doch beginnen zu zeigen.

 Prima beim Training, was wir im Moment, weil das Wetter super dazu ist, immer noch oft machen, nicht täglich zwar, aber alle paar Tage schon .. auch mit Chiwa.

Ich glaube, wir müssen ab und zu den Round Pen versetzen oder vielleicht noch ein oder zwei davon anlegen, damit sich immer mal der Boden in diesem Kreis wieder erholen kann.



Außen rum ist nämlich inzwischen eine regelrechte Furche entstanden in unserem Round Pen.

 Da war dann Chiwa dran, auch wieder mit allen möglichen kleinen Kunststücken.

 Auch rückwärts und Verbeugen und sogar gib Pfötchen geht immer noch.

Gib Huf darf man da nicht sagen, dann gibt sie den Huf zum Hufemachen natürlich nach hinten .. gib Pfötchen heißt, den Huf nach vorne zu geben wie ganz unten links zu sehen.



Was tut so ein kleines Pony nicht alles für die schönen Leckerlis.

 Der Himmel war am Advents-Sonntag regelrecht hellblau-rosa-meliert, sah toll aus.

Nur Schnee werden wir vor Weihnachten und auch über Weihnachten wohl keinen kriegen, jedenfalls nicht hier oben bei uns im Norden.

 In den nächsten Tagen soll es noch recht mildund trocken bleiben, sogar zwischendurch mal sonnig, aber dabei warm bleiben.

Und zu Weihnachten soll es laut Wetterbericht eher regnerisch werden.

 Irgendwo las ich was von Sturm, aber hier in der Region im Kiel rum soll das nicht schlimm werden .. kein Orkan ist hier im Anmarsch.

Nun .. ich lege auch keinen Wert darauf auszutesten, was unsere Windschutzecke aushält. Wir brauchen also nicht dringend einen Orkan, um das auszuprobieren.
Da war dann Feierabend .. un auch unsere Pferdchen waren irgendwie schläfrig, satt und zufrieden, hatten was getan und wollten nun ein bisschen dösen, als wir gingen.

LG
Renate

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Unsere Süßen vorgestern beim Training

Es geht beiden richtig gut ... also nur Gutes heute, nichts Schlimmes



Ich will nur mal so wieder einmal berichten, dass es unseren beiden Pferden, wenn man ihr Alter berücksichtigt, immer noch sehr gut geht.

Chiwa wird ja nun im Frühling schon 24 und Prima im Sommer drauf 21. Dafür sind beide gut drauf, auch Chiwa, die ja nun früher mal einen lebensgefährlichen Unfall und mehrmals Hufrehe hatte.

 Nach dem Müsli ging es zuerst los mit dem Training von Prima.

Prima ist kein Rehepferd, sondern einfach nur aus psychischen Gründen nicht reitbarer Holsteiner. Es hat nie jemand geschafft, sie zuzureiten. Sie war noch nie ernsthaft krank.

 Während Prima am joggen war, hat Chiwa draußen gewartet.

 Gestern und heute hat Jürgen übrigens auch mal wieder etwas Hufbearbeitung gemacht, bei beiden die Hinterhufe bearbeitet ... gestern bei Chiwa, heute bei Prima. Bei dem weichen Boden nutzen die von selbst nicht sehr ab, auf dem Chiwa und Prima ja nun immer laufen.

 Da rechts wendet Jürgen Prima. Ab und zu mal wenden ist gut dafür, dass Pferde tief unter den Schwerpunkt treten, wenn sie laufen, trainiert die Hinterhand und schont die Rückenmuskulatur.

So habe ich das mal vor vielen Jahren in nem Bodenarbeitskurs für Westernreiten gelernt. Wir haben früher alle unsere Jungpferde, also Nixe, Reno und Chiwa .. Prima nicht, weil wir die erst erwachsen dazu bekommen haben ... ausgebildet beziehungsweise gemeinsam mit meinen beiden Töchtern Esther und Vanessa sowie meinem Sohn Marius ausgebildet, die alle mitgeholfen haben.

 Links und unten mal eine Aufnahme von weiter weg.

Ich glaube, irgendwann sollten wir den Round Pen mal versetzen bzw. ihn nicht immer an der gleichen Stelle nutzen, damit sich das Gras auch in dem Außenkreis wieder regenerieren kann.


 Jetzt wo die Pferde dickes Winterfell haben, ist es besonders wichtig, dass nach dem Gerenne noch eine längere Schrittphase zum Abkühlen stattfindet.

 So ... die nächsten Bilder sind nun welche mit Chiwa, die immer ein bisschen gemütlicher gearbeitet wird als Prima, sonst wird das in ihrem Alter inzwischen doch zu viel für sie.

 Wenn Chiwa Spaß an der Arbeit hat, sieht man das seit sie ein Fohlen ist immer daran, dass sie ab und zu mit dem Kopf wackelt wie oben. Das ist typisch für dieses Pony.

Sie zeigt diesen Schlenker mit dem Kopf auch oft, wenn sie sich aus einem anderen Grund ihres Lebens freut.

 Was sehr schön ist diesen Winter. Beide Pferde haben wunderbar zugenommen, man sieht nicht mehr die Rippen, der Rücken ist wieder höher gekommen, bei Chiwa wie man oben gut erkennen kann, sogar supergut, bei Prima noch nicht ganz so gut. Auch das Fell gefällt uns gut, fühlt sich dick und seidig an.

Ich habe neulich auch beim VFD über Facebook einen Artikel gelesen, dass zunehmend bekannt wird, dass Heunetze doch nicht so gut sind wie man das mal gedacht hat. Viele Pferde haben dadurch die unterschiedlichsten Beschwerden.

 Das reicht von Problemen mit den Zähnen über welche mit dem Rücken und der Nackenmuskulatur, Magengeschwüren, sogar Hufproblemen durch zu angestengtes ständiges Stehen .. die Tiere nehmen ab und kriegen alle möglichen sonstigen Probleme, obwohl sie 24 Stunden Zugang zu diesen Heunetzen haben .. das Fressen daraus ist einfach zu mühsam und anstrengend für die Tiere.

 Jürgen und ich können das aus Erfahrung bestätigen. Auch wenn wir den jungen Bauern da keinerlei Schuld gegen möchten, die wussten das sich auch nicht oder tun es noch immer nicht.
Wir hätten die Heunetze vermutlich sogar wieder aufgehängt jetzt zum Winter, hatten das sogar vor, bis uns auffiel, dass Chiwa plötzlich wieder anders als vorher normale Zähne hat. Daraufhin war ich suchen, wie das angehen kann und fand viel Negatives über Heunetze, vor allen Dingen gerade die engmaschigen .... und die anderen stellen eine Unfallgefahr dar.

 Unsere Pferde waren im vorherigen Stall trotz gutem Heu und auch ständig Zugang zum Heu, denn wir waren ja Selbstversorger, laufend zu dünn .. man konnte bei Chiwa, wo das besonders krass war, sogar im Winter die Rippen durch das Winterfell sehen .. jetzt ist das alles weg. Ich werde deshalb nie wieder Heunetze aufhängen.

 Eigentlich wollte ich Euch mal Fotos zeigen, dass Chiwa doch noch steigen kann .. sie hat das neulich nämlich gemacht, als Ines am Sonntag mit war, aber die war so begeistert, dass sie vergessen hat, ein Foto davon zu machen.

Vorgestern wollte sie es aber nicht, sondern bot dann von sich aus alle möglichen anderen Kunststücke an .. als ob sie sagen wollte .. Herrchen, ich mach doch schon so viel .. lass mich damit in Ruhe, ist zu anstrengend ... vielleicht sollten wir ihre Körpersprache da ernst nehmen.

 Chiwa ist nunmal kein Jungpferd mehr und Steigen ist sicher sehr anstrengend für ein Pferd.

Verbeugen, rückwärts, Walzer, gib Huf und so, das kann die Maus alles noch sehr gut.

 Wie verspielt sie trotz ihres Alters noch sein kann, haben wir vorhin erst gesehen, als Boomer mit Herrchen Ball gespielt hat .. und Chiwa auch mitgelaufen ist .. hat den Ball nur nicht apportiert .. Boomer war schon in Sorge, sie würde ihm den nun wegschnappen .. lach.

Chiwa war nämlich vor Boomer beim Ball das eine Mal.

 So .. da hatte das Pony dann auch Feierabend.

 Und dann gab es natürlich noch Extra-Leckerlis .. welche gibt es ja immer, aber wenn sie Bodenarbeit machen, gibt es immer ein paar mehr für brave Pferde.

 Da war Prima dran .. und ihre dritte Freundin klar auch, aber die darf halt nicht auf Fotos zu sehen sein .. das hat seine Gründe, die verständlich sind.

Die drei fressen auch immer so einträchtig gemeinsam Heu .. ist schön .. aber auch das kann ich Euch leider nicht auf Bildern zeigen.

 Unsere Winterweide hat übrigens nach wie vor viele üppige Ecken .. aber allmählich gehen sie auch in die, wo das Gras nicht am besten schmeckt. Das ist auch gut so, dann kann es alles im Frühling wieder von unten gut hochwachsen und wird nicht durch Altgras erstickt.

Selbst die Binsen bearbeiten die drei nach und nach recht schön, so dass ich denke, die werden zum Frühling auch schön kurz sein.

Einen Orkan hatten wir bisher noch nicht ..gottlob.

Wir brauchen auch nicht unbedingt einen diesen Winter um auszutesten, wie haltbar unsere Konstruktion tatsächlich ist. Eine frische Brise ab und zu verträgt das Gebilde aber gut, das haben wir schon erlebt.

Feierabend .. es wird ja zur Zeit immer extrem früh dunkel draußen.

Da links waren wir dann auf dem Nachhauseweg von den Pferden.

Silvester werden wir nachts bei ihnen sein. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

LG
Renate