Donnerstag, 17. Oktober 2019

Hortensien

Aufgenommen Anfang Oktober 2019

Hortensien sind Pflanzen, die man in unseren Gärten sehr oft findet, in der freien Natur oder Knicks um Pferdeweiden herum eigentlich eher weniger.

Trotzdem möchte ich auch die Hortensien hier einmal mit aufgreifen, denn oft werden Pferde ja auch an Gärten vorbeigeführt oder vorbeigeritten oder ihre Besitzer führen oder reiten sie durch Parkanlagen. Und hier sind Hortensien, weil sie so hübsch sind, ja sehr oft zu finden.

Generell gibt es viele verschiedene Arten von Hortensien. Hier ein Link zu Wikipedia, wo man viele davon findet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hortensien

Und nun zu der Giftwirkung von Hortensien auf Pferde und auch andere Lebewesen.

Hortensien sind ziemlich giftig, und das auch dann, wenn sie nur von Tiere gefressen werden.

Also seht Euch mit Euren Pferden vor, wenn Ihr an Gärten und Parkanlagen mit diesen Pflanzen vorbeireitet, pflanzt keinesfalls Hortensien zur Zierde in eine Anlage, wo sich Pferde aufhalten und falls sowas im Knick sein sollte, muss der Zaun die Pferde davor schützen, was davon fressen zu können.



https://www.reiten.de/community/wissenswertes/giftpflanzen.html

Daraus mal:

Fast in jedem Garten finden sich Hortensien als beliebter Zierstrauch. Die Pflanze bildet schöne große blütenbesetzte Dolden in Weiß, Rosa, Rot, Violett oder Blau. Hortensien wird nachgesagt, man könne durch das Rauchen der Blätter und Stängel eine canbisähnliche Rauschwirkung erfahren.
Auch durch das Fressen der Pflanzenteile entstünde bei entsprechender Menge eine entsprechende psychotrope Wirkung. Dies ist aber nicht der Fall. So schön wie Hortensien sind, so giftig sind Sie auch! Bei Pferden führt der Genuß zu Koliken und im schlimmsten Fall sogar zu Schäden des Nervensystems und des Gehirns der Pferde.

https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/hortensie/

Daraus:

Die Hortensie gilt als giftig für Hunde und Katzen sowie Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Die Giftstoffe verursachen Magen- und Darm- sowie Kreislaufstörungen.

Das kann man selbstverständlich auch auf Pferde übertragen.

Ihr habt sicher in den Textausschnitten oder Links hier nun auch gelesen, dass sich das Gerücht hartnäckig hält, Hortensien könnte man als Cannabis-Ersatz rauchen ... das ist lebensgefährlich, wie Ihr diesen Links ebenfalls entnehmen könnt.

Also lasst so einen Unsinn in Gottes Namen sein.




LG
Renate

Sonntag, 13. Oktober 2019

Warum Heparinspritzen im Fall von Hufrehe schnell helfen können

In dem Fall hat es nichts mit Antithrombin III, sondern der Lipoproteinlipase zu tun

Ich möchte das alte Wissen einfach mal wieder etwas auffrischen.

Unsere Chiwa ist auf dem Gnadenhof genauso wie ihre Rehe-Kollegin Luna und natürlich alle nicht zu Hufrehe neigenden Pferden bisher super über die Weidesaison gekommen. Nun wird es bald Winter, aber auch die beiden Rehe-Kandidaten hatten einen tollen Sommer und genießen momentan immer noch die Weidesaison ohne Hufreheschub.

Wichtig ist also immer auch ein vorbeugendes Verhalten und viel Wissen um die ganz persönliche Art des zu Hufrehe neigenden Pferdes.

Aber sollte es doch einmal wieder passieren ... was sehr wichtig ist bei Hufrehe, ist oft, schnell für ein paar Tage, also ca. eine Woche lang, Heparinspritzen zu geben, sofern das Pferd dagegen nicht allergisch sein sollte, was aber selten vorkommt.

Und das hat folgenden Grund:

Bei einer Vergiftungsrehe beispielsweise entsteht im Körper häufig zu viel Laktat. Der Grund ist oft, dass bestimmte Gifte wie die des Sumpfschachtelhalms die Aktivierung von Vitamin B1 und damit den gesamten sauerstoffabhängigen Abbau von Kohlenhydraten hemmen. Die Kohlenhydrate kommen über den Citratcyklus nicht schnell genug weg und es entsteht viel zu viel Laktat, das bei einer Laktat-Acidose mit Pech sogar tödlich werden kann.

Auch eine Insulinresistenz oder das Cushing-Syndrom können ähnlich wirken wie so eine Vergiftung durch giftige Stoffe im Futter, auch hier entsteht zu viel Laktat, nur noch schlimmer sogar dauerhaft .. hier muss man dann langfristig weitersuchen, denn immerzu Heparinspritzen geben geht leider nicht. Das eignet sich nur für den kurzfristigen Einsatz und ist bei einer Vergiftungsrehe ideal.

Laktat baut der Körper ab, indem er es mit Glycerin verbindet und über einen bestimmten Stoffwechselweg in die Fettzellen einschleust, von wo aus es als Speicherfett dann später wieder genutzt werden kann. Die frei werdenden Fettsäuren helfen dem Pferd, schnell über einen anderen Stoffwechselweg als den über Umwandlung der Kohlenhydrate durch Vitamin B1 schließlich zu Energie über die Beta-Oxidation der Fettsäuren zu bekommen, denn die ist nicht insulin-abhängig.

Heparin beschleunigt das alles über die Aktivierung eines Enzyms, nämlich der Lipoproteinlipase. Die wiederum sorgt dafür, dass die Fette gespalten werden können. So ist mehr Glycerin da, wenn ein Pferd im akuten Reheschub Heparinspritzen mit, was wichtig ist, zu viel Laktat kann abgebaut werden und die so auch noch entstehenden freien Fettsäuren können vom Pferd für die Bildung von Energie und mehr genutzt werden.

Ich setze hier noch ein paar Links zum Thema und kopiere da immer nur das selektiv raus, was wichtig für die Heparinwirkung im akuten Reheschub ist:


...
Das wasserlösliche Enzym Lipoproteinlipase (LPL) dient als Katalysator bei der Aufspaltung (Hydrolyse) von Triacylglycerinen (Triglyceride) aus Lipoproteinen, wie sie in Chylomikronen und Very Low Density Lipoproteinen (VLDL) gefunden werden. Die so entstehenden freien Fettsäuren werden von den Zellen zur Fettsynthese verwendet. Mutationen im LPL-Gen sind für die seltene Hyperchylomikronämie ursächlich.
Die Lipoproteinlipase (LPL) ist ein wasserlösliches Enzym, das über Proteoglykane an die Endothelzellen der Blutkapillaren gebunden ist und in der Leber hergestellt (synthetisiert) wird. Sie hat die Aufgabe, die im Blut gelösten und an Eiweiß-Fett-Komplexe gebundenen Fettsäurespeicher, die Triacylglycerine, in zwei Fettsäuren und Monoacylglycerin zu spalten und so für den weiteren Stoffwechsel nutzbar zu machen. Wie die Pankreaslipase und andere Lipasen befindet sie sich außerhalb von Zellen, man bezeichnet sie deswegen auch als extrazelluläre Lipasen. Das durch die Spaltung freiwerdende Glycerin kann in der Leber weiter verstoffwechselt werden, während die Fettsäuren von den Zielzellen aufgenommen werden. So kann die Versorgung von Fettzellen mit Fettsäuren gesichert werden. Angeregt wird die Lipoproteinlipase durch Insulin, Cofaktor für diese Reaktion ist das Apolipoprotein C-II, das Bestandteil von Chylomikronen und VLDL (Lipoproteine) ist. Nach intravenöser Heparin-Injektion kann es zu einem Herauslösen der LPL aus der Proteoglykan-Bindung kommen, was zu einer erhöhten LPL-Aktivität im Serum, genannt post-Heparin-lipolytische-Aktivität (PHLA), führt. 
...

Die Lipoproteinlipase (LPL) gehört zu den Lipasen und spielt eine entscheidende Rolle im Fettstoffwechsel. Sie ist verantwortlich für die Aufspaltung der Triglyzeride in den Chylomikronen und den Very Low Density Lipoproteinen (VLDL) in Fettsäuren und Monoacylglyzerin. Die freigesetzten Fettsäuren werden zur Energiegewinnung oder zum Aufbau von Körperfett verwendet. 


Die Lipoproteinlipase (LPL) ist ein Enzym, welches zu den Lipasen zählt. Lipasen sind für die Aufspaltung von Triglyzeriden (Triacylglyzerinen) in Fettsäuren und Glyzerin verantwortlich. Triglyzeride stellen Ester des Dreifachalkohols Glyzerin mit jeweils drei Fettsäuren dar. Bekannt sind sie als Fette oder fette Öle.
Mit der Nahrung werden Nahrungsfette aufgenommen, die zunächst durch die extrazellulären Lipasen aus der Bauchspeicheldrüse im Darm aufgespalten werden. Einige Triglyzeride gelangen jedoch durch die Aufnahme im Dünndarm über das Serum in die Blutbahn und werden dort an Lipoproteine gebunden, die ihre Transportfähigkeit im Blut garantieren. Die Lipoproteinlipase ist nun dasjenige Enzym, welches die an die Lipoproteine gebundenen Triglyzeride in Fettsäuren und Monoacylglyzerin abbaut. Sie besteht aus 448 Aminosäuren und ist für ihre Funktion auf das Koenzym Apolipoprotein C2 angewiesen. 
 Die Lipoproteinlipase stellt ein wasserlösliches Enzym dar, welches über bestimmte Glykoproteine (Proteoglykane) an die Endothelzellen der Blutgefäße gebunden ist. Sie wird in der Leber produziert. Das Enzym katalysiert die Hydrolyse der Triglyzeride zu jeweils zwei Fettsäuremolekülen und einem Monoacylglyzerinmolekül. Die Apolipoproteine sind die Trägermoleküle der Triglyzerine und vermitteln diesen die Transportfähigkeit im wässrigen Milieu. Das Apolipoprotein C2 fungiert außerdem als Rezeptor für die Lipoproteinlipase und aktiviert so die Hydrolyse der Triglyzeride. 
 Die Funktion der Lipoproteinlipase besteht darin, den Abbau der durch die Darmzellen aufgenommenen Fette vollständig im Blut zu katalysieren. Zunächst werden die Nahrungsfette durch Pankreaslipasen im Dünndarm zu Fettsäuren und Glyzerin abgebaut. Weitere Triglyzeride gelangen durch die Aufnahme über den Dünndarm ins Blut und binden sich dort an Lipoproteine zu einem Lipid-Eiweiß-Komplex. 
 Dabei entstehen Chylomikronen. Sie stellen Lipoproteinpartikel mit einem Durchmesser von 0,5 bis 1 Mikrometer dar. Ihre Dichte liegt unter 1000 g/ml. Im Lipidkern sind hauptsächlich Triglyzeride mit einer geringen Beimengung an Cholesterinestern enthalten. Die cholesterinhaltige Hülle der Chylomikronen enthält als Strukturelement Phospholipide. In diese Hülle sind nun auch die Apolipoproteine eingelagert, an welche die Triglyzeride gebunden sind. Die Chylomikronen enthalten zu 90 Prozent Triglyzeride. Sie gelangen aus dem Dünndarm über das Lymphsystem in die Blutbahn. Besonders in den Kapillaren des Muskel- und Fettgewebes werden die Triglyzeride mithilfe der LPL zu Fettsäuren und Glyzerin abgebaut. 

Die Fettsäuren dienen entweder im Muskelgewebe gleich zur Energiegewinnung oder im Fettgewebe zum Aufbau körpereigener Triglyzeride als Speicherfett. Nach einer etwa zehnstündigen Nahrungskarenz sind im Blut keine Chylomikronen mehr nachweisbar, da die Triglyzeride dann vollständig abgebaut sind. Weitere Bestandteile des Blutes sind die sogenannten VLDL (Very low density Lipoprotein). Diese Struktureinheiten werden von der Leber abgegeben und enthalten Triglyzeride, Phospholipide und Cholesterin. Die VLDL transportieren diese Bestandteile über die Blutbahn von der Leber zu den einzelnen Organen.
Auf diesem Weg werden wiederum die Triglyzeride durch die Lipoproteinlipase abgebaut und die freigesetzten Fettsäuren von den Körperzellen aufgenommen. Durch die Abnahme der Triglyzeride wandeln sich die VLDL in LDL (Low Density Lipoprotein) um. Die LDL enthalten hauptsächlich Phospholipide, Cholesterinester und Lipoproteine 


Die Lipoproteinlipase wird in der Leber synthetisiert. Sie stellt neben den Pankreaslipasen eine weitere extrazelluläre Lipase dar. Die LPL befindet sich an der Außenseite der Membranen von Endothelzellen der verschiedensten Organe, darunter auch der Fettzellen. Dort ist sie über sogenannte Proteoglykane mit den Zellmembranen verbunden.
Besondere Bedeutung besitzt sie jedoch für die Endothelzellen der Blutgefäße, da sie hier direkt die Hydrolyse der in den Chylomikronen und VLDLs befindlichen Triglyzeride steuern kann. Zur Messung der Lipoproteaseaktivität wird Heparin injiziert. Heparin sorgt für die Lösung der Bindung der Lipoproteinlipasen von den Proteoglykanen, sodass es nach einer Heparininjektion zu einer erhöhten Konzentration an freien Lipoproteinlipasen kommt, welche so über ihre Aktivität bestimmt werden können. Durch diese Untersuchung kann unter anderem ein Mangel an Lipoproteinlipase festgestellt werden.
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Weitere Wirkungen: Sind insbesondere die Steigerung der Lipolyse mit konsekutiver Erhöhung der freien Fettsäuren durch Zunahme der Lipoproteinlipase-Aktivität und die deutliche Erhöhung der Gefäßpermeabilität.
...

LG
Renate


Samstag, 12. Oktober 2019

Zwergmispeln

Die Fotos sind von Anfang Oktober 2019

Diese Fotos von Zwergmispeln habe ich neulich bei einem Spaziergang auf dem Klosterhof Preetz gemacht.

Die sieht man in unserer Gegend oft,,,, nicht immer so hoch, zuweilen auch flach unten als reine Bodendecker . manchmal aber sogar ganze Wände hochklettern.

Wikipedia erzählt mir dazu erstmal, dass es über 90 Arten von Zwegmispeln gibt .. aber nichts, ob die nun für Pferde gesund, neutral oder womöglich giftig sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwergmispeln

Auch die Seite "Mein schöner Garten" schreibt zwar viel über die Zwergmispeln, aber nichts darüber, ob die nun giftig oder ungiftig sind.

https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/cotoneaster-zwergmispel

Im Gartenjournal habe ich was gefunden . .jetzt nicht speziell auf Pferde bezogen, aber immerhin .. Zwegmispeln gelten demnach als schwach giftig .. also nicht lebensgefährlich . .aber gesund sind die nicht.

https://www.gartenjournal.net/ie-zwergmispel-giftig

Daraus mal gleich ein Zitat unten:

"Die Zwergmispel ist – unabhängig davon ob als Bonsai oder Bodendecker – giftig. Sie gilt als schwach giftig. Der Grund dafür ist unter anderen ihr Gehalt an Blausäure, der in ihren Früchten am höchsten ist. Je nach Körpergewicht kommt es ab einer Menge zwischen 10 und 20 Früchten zu Vergiftungssymptomen.
Die Blausäure führt zu einer schwachen Vergiftung. Sie beeinträchtigt die Zellatmung und hat eine innere Erstickung zur Folge. Symptome können die folgenden sein:


Zu den giftigen Substanzen in der Zwergmispel zählen Prunasin und Amygdalin (ein blausäurehaltiges Glycosid). Alle Pflanzenteile, sowohl Blätter und Rinde als auch Blüten und Früchte enthalten einen oder beide dieser Wirkstoffe und können sich vergiftend auf den Körper auswirken.
Die Früchte weisen den höchsten Giftgehalt auf. Auch die enthaltenen Samen, die zum Vermehren verwendet werden können, sind giftig. Neben Sie sich daher in Acht im Umgang mit dieser Pflanze!"

...
 https://www.plantopedia.de/ist-die-zwergmispel-giftig/

Bei den Cotoneastern handelt es sich um Rosengewächse, zu denen auch Gattungen wie die Äpfel (bot. Malus) oder Rosen (bot. Rosa) gehören. Im Vergleich zu diesen wird das Gewächs jedoch als leicht giftig eingestuft, da es zwei Inhaltsstoffe enthält, die zum Beispiel von den Arten der Gattung Prunus, Stichwort Aprikosen- und Kirschkerne, ausgebildet werden.

 Bei Amygdalin handelt es sich um ein cyanogenes Glycosid, ein Pflanzengift auf der Basis von Kohlehydraten und Alkohol. Das Glycosid trägt zudem eine Gruppe Nitrile, die den Zuckeralkohol zu einem bekannten, hochgiftigen Stoff machen: Cyanwasserstoff oder Blausäure (HCN). Blausäure wirkt auf zahlreiche Lebewesen, außer Pflanzen und bestimmte Tierfamilien, hochgiftig und wird ab hohen Mengen äußerst gefährlich. Blausäure wird von der Pflanze als Fraßschutz eingesetzt und erst freigesetzt, wenn Teile des Gewächses beschädigt werden. Vorallem die Früchte und Samen enthalten große Mengen Amygdalin.

 Das Prunasin ist ebenfalls ein cyanogenes Glycosid, das jedoch eine leicht andere Zusammensetzung hat und zudem eine andere Nitrilgruppe trägt. Jedoch sind sich Prunasin und Amygdalin im Bezug auf ihre toxische Wirkung sehr ähnlich. Prunasin enthält in großen Mengen Mandelonitril, welches ein Nitril der Mandelsäure ist. Mandelsäure hängt eng mit Blausäure zusammen und wirkt auf ähnliche Weise, was die Vergiftungserscheinungen von Prunasin und Amygdalin fast identisch macht. Jedoch kommt Mandelsäure nur in wenigen Gewächsen vor, während Blausäure eine größere Gruppe umfasst. Es kommt, im Gegensatz zu anderen Gewächsen, nicht in den Samen vor.

 Giftig sind die Zwergmispeln in allen Pflanzenteilen und daher vor allem für Säugetiere gefährlich, die sich an den Beeren laben oder an den Blättern knabbern. Selbst die Blüten enthalten mindestens einen dieser Stoffe. Das macht die Zwergmispeln so gefährlich, da sie auf jeden Fall über eines der beiden Gifte verfügen. Jedoch sind nicht alle Arten der Zwergmispeln gleich giftig und es gibt fünf Taxa, die im Vergleich zu den anderen einen vergleichsweise hohen Giftgehalt haben:


  • Glanz-Zwergmispel (bot. Cotoneaster lucidus)
  • Peking-Zwergmispel (bot. Cotoneaster acuifolius)
  • Fächer-Zwergmispel (bot. Cotoneaster horizontalis)
  • Buchsblättrige Zwergmispel (bot. Cotoneaster praecox)
  • Cotoneaster insignis
Da die Fächer- und Glanz-Zwergmispel zu den beliebtesten Taxa der Gattung zählen, finden sich diese häufig in den deutschen Gärten und es werden zahlreiche Sorten angeboten. Deshalb sollten Sie unbedingt Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Sie eines dieser Gewächse im Garten haben. Gerade über den Winter, wenn die Beeren sich in all ihrer Pracht zeigen, kommt es häufig zu Vergiftungen mit der Pflanze.

...
Pferde sind da nicht speziell erwähnt.

Also ich würde nicht empfehlen, Pferde dauerhaft in die Nähe von Zwergmispeln zu lassen, auch nicht am Knick ... denn Pferde fressen, wenn sie was fressen, ja mehr als nur ein paar Beeren.

Ob sie diese Pflanzen anknabbern würden, kann ich aus persönlicher Erfahrung leider nicht sagen, wir hatten nie Zwergmispeln auf oder in der Nähe unserer Weiden.

LG
Renate
 

Dienstag, 8. Oktober 2019

Weigelien

Aufgenommen Anfang Oktober 2019


Das sind blühende Weigelien in einem Nachbargarten. Die blühen gerade zum 2. Mal in diesem Jahr. Ich glaube, das ist nicht grundsätzlich so, sondern dieses Jahr eine Ausnahme, dass sie so spät im Jahr zum 2. Mal blühen.

Also soweit ich das gefunden habe, sind Weigelien nicht giftig, weder für Menschen noch für Tiere.

Erstmal der Link zu Wikipedia.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weigelien

Da steht aber nichts darüber drin, ob die giftig sind oder nicht.

Dann ein Link zu Plantopedia, der sich aber nicht speziell auf Pferde bezieht, sondern allgemein auf Kinder und Tiere an sich.

https://www.plantopedia.de/ist-weigelie-giftig/

Daraus übernommen:

"Sie können beruhigt sein, Weigelien sind in allen Pflanzenteilen komplett ungiftig. Selbst die Beeren sind nicht giftig und können ohne die Gefahr auf eine Vergiftung verzehrt werden. Die gesamte Pflanze stellt keine Gefahr für Mensch und Tier dar und so können selbst Kleinkinder mit den Beeren oder Pflanzenteilen im Garten spielen. Jedoch verzichten Kinder häufig auf den Verzehr der Beeren, da diese ungenießbar sind und meist nach dem Probieren sofort wieder ausgespuckt werden. Wenn eine größere Menge der Früchte der Weigelie verzehrt wurden, kann es aufgrund der Ungenießbarkeit zu den folgenden Symptomen kommen.
  • leichte Übelkeit
  • Magenbeschwerden"
 http://www.hufrehe-forum.de/28362214nx18618/rund-um-weidestall-und-haltung-des-hufrehe-pferdes-f49/pferdegerechte-pflanzen-t1702.html

Da sind die Mitglieder auch der Ansicht, dass die Weigelie zu den für Pferde ungiftigen Arten gehört und ruhig in einer Hecke an der Weide wachsen darf.

Hier noch ein Link, wo das auch steht und außerdem, wann Weigelien normalerweise blühen, was nämlich eigentlich nicht im Oktober der Fall ist.

https://www.gartenjournal.net/bluetezeit-weigelie

" Pflegeleicht und winterhart, dazu üppig blühend und ungiftig - da ist die Weigelie doch nahezu ideal für jeden Garten. Dafür braucht sie jedoch einen sonnigen Standort und einen humosen durchlässigen Boden. Dann wird das Frühjahr zu einer wahren Farbenpracht.

Im Mai und Juni blühen die meisten Sorten der Weigelie, oft auch noch einmal im Herbst. Mit einem Rückschnitt nach der ersten Blüte können Sie diese Nachblüte ein wenig unterstützen. Eine Ausnahme ist die Zwergsorte „All Summer Red“, sie blüht durchgehend von Mai bis in den Oktober."

LG
Renate

Samstag, 5. Oktober 2019

Pfaffenhütchen im September

Fotos von Ende September 19

Jetzt im Spätsommer und Frühherbst ist die Jahreszeit, wo die Pfaffenhütchen anfangen, einem in den Gärten und auch unterwegs in den Knicks aufzufallen.

Diese Straucher gehören zu den sehr giftigen Pflanzen, an die Pferde am besten gar nicht rankommen sollten und auch nichtmal Kleinteile davon fressen, denn auch das kann schon gefährlich werden.

Momentan haben die Pfaffenhütchen-Sträucher noch Blätter.

Die leuchtenden Früchte bleiben normalerweise auch dann, wenn die Blätter abgefallen sind, noch lange zu sehen .. also bis in den Winter hinein.

Ich habe schon einmal was über Pfaffenhütchen geschrieben und Euch auch Fotos gezeigt, als diese Sträucher noch ganz unscheinbar ausgesehen haben, damit Ihr sie auch dann erkennen und auf Eure Pferde aufpassen könnt.

Ich verlinke Euch das mal. Ihr findet dann auch weitere Infos, die ich da schon alle reingestellt habe.

Pfaffenhütchen im Sommer Aufgenommen Mitte Juli 2019





LG
Renate

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Wilder Wein

Ende September 2019 fotografiert

Was wir unter dem Begriff Wilder Wein verstehen, heißt eigentlich Selbstkletternde Jungfernrebe, gehört zu den Jungfernregen und zu den Weinrebengewächsen.

Gibt zwei Arten, auch noch die Dreispitzige Jungfernrebe, die auch als Wilder Wein bezeichnet wird.

Beide haben im Herbst diese schöne Färbung und klettern alleine.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dreispitzige_Jungfernrebe

https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstkletternde_Jungfernrebe

Man findet Wilden Wein bei uns oft, ich glaube nicht, dass der für Pferde giftig sein wird. Die Beeren sollen für den Menschen ungenießbar sein, die schmecken also nicht .. aber zum Beispiel Vögel fressen die gerne.
Ich suche aber mal sicherheitshalber, ob ich was finde.

Es gibt noch einige ähnliche Arten, siehe hier .. aber da steht auch nichts davon, ob die nun für Pferde giftig sein könnten.

https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/wilder-wein

https://www.gartenbista.de/gruenes-leben/gesundes-leben/wilder-wein-giftig-17954

Also nach dem Link oben ist zu viel davon für Pferde nicht gut, gilt für die Beeren und die ganze  Pflanze, weil Wilder Wein viel Oxalsäure enthält und viel Oxalsäure ist für Pferde schwach giftig und bekommt ihnen nicht.

https://www.offenstallkonzepte.com/kletterpflanzen/
Auch bei den Offenstallkonzepten steht, als Begrünung in solchen Stallanlagen nicht nehmen, da eben nicht vollkommen ungiftig.
Also falls Ihr sowas auf der Weide oder in Knick haben solltet Vorsicht.

Ich würde sagen, dass Pferde nun nicht sofort eingehen, wenn sie unterwegs beim Ausritt oder Vorbeiführen mal dran rupfen .. aber sie sollten eben nicht so nah und lange rankommen, um große Mengen davon zu fressen, dann kann es schon gefährlich werden.

Zu viel Oxalsäure kann übrigens auch mit Pech Hufrehe auslösen.



LG
Renate

Montag, 30. September 2019

Chinesische Schönfrucht, auch Liebesperlenstrauch genannt

Fotos sind von Ende September 19

Also diese hübschen lila Perlen an den auch recht dekorativen Sträuchern gehören zwar nicht zu den lebensgefährlich giftigen Dingen, aber schon zu den giftigen Pflanzen.

Die werden auch ein Pferd vermutlich nicht gleich umbringen, aber ihm genauso wie einem Menschen nicht bekommen.

Bei Menschen gibt das Durchfall und Erbrechen . .Kolik wäre also bei einem Pferd nicht ausgeschlossen bei zu viel davon.

Also so sehen die aus. Ich habe sie noch nicht oft gesehen, sondern eher zufällig neulich in einem Garten entdeckt, fotografiert und dann mal gesucht, was ich darüber finde.

Die Links stelle ich Euch mal hier dazu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Sch%C3%B6nfrucht

https://www.gartenjournal.net/liebesperlenstrauch-giftig

Daraus:

Diese violett schimmernden ‚Liebesperlen‘ dieses pflegeleichten Strauches sehen geradezu magisch aus. Doch sie enthalten Stoffe, die weniger gesundheitsförderlich sind. Das bemerkt man, wenn man eine von den Beeren probiert. Sie schmecken äußerst unangenehm. Ein gesundes Geschmacksempfinden erkennt die Giftstoffe und will den Körper davor schützen. Ausspucken ist die Folge.
...
 Der Liebesperlenstrauch wird aufgrund von drei Substanzen als schwach giftig eingestuft. 
...
 Da die Beeren der Schönfrucht äußerst unappetitlich sind, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sich Menschen an ihnen tödlich vergiften. Sie schmecken bitter und zusammenziehend. Dennoch sollten Sie Ihre Kinder darüber aufklären.
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 Auch wenn Sie einzelne Zweige als Deko für Zuhause abgeschnitten und in eine Vase gestellt haben, sollten Sie aufpassen! Stellen Sie die Vase vorzugsweise an einen Platz, der sich außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren befindet!
...
LG
Renate

Freitag, 27. September 2019

Zierapfel

Aufgenommen Mitte September 19

 https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenportraets/zierapfel-ein-baum-fuer-alle-jahreszeiten-1446

Was ich hier vor der Schwimmhalle fotografiert habe, müsste ein Zierapfelbaum sein.

Man sieht diese Art Baum außer auf diesem Beet da auch noch ab und an in einigen Vorgärten.
Die Beschreibung, dass diese kleinen roten Äpfel noch bis in den Winter hinein dann an diesen Bäumen hängen und im Garten hübsch aussehen, kommt gut hin. Also auch, wenn das Laub von diesen Zierapfelbäumen schon lange abgefallen ist.

Auch wenn hier beschrieben wird, wie man mit den kleinen Zieräpfeln schöne Deko-Ideen basteln kann, steht auch dabei, dass selbst die Mini-Zierärpfel essbar sind, wenn man sie essen möchte. Sie lassen sich auch gut zu Marmelade verarbeiten.
Also giftig sind sie definitiv nicht und das auch dann natürlich nicht für Pferde.

Es gibt verschiedene Zierapfel-Sorten und manche haben eine andere Farbe oder auch etwas größere Früchte.

Also danach gilt auch für Zieräpfel.

Die sind nicht giftig für Pferde, sondern wie alle Äpfel in kleineren Mengen sogar gesund .. zu viel genauso wie bei allen Obstsorten nicht, dann kann es Kolik geben.

Sollten solche Bäume bei Euch auf oder an der Weide wachsen, bitte die typische Fütterungsregel beachten.

Was in Maßen gut ist, kann in Massen wiederum schädlich werden, denn bei so empfindlichen Tieren wie Pferden macht zuweilen bei vielen Futterpflanzen auch die Menge das Gift.

LG
Renate

Mittwoch, 25. September 2019

Bambus

Fotos sind von Anfang September 2019

Auch Bambus gehört zu den Pflanzen, die man immer häufiger in unseren Gärten findet.

Wild habe ich den bisher nicht oft gefunden .. aber wer viel mit seinen Pferden unterwegs ist, also an Gärten vorbeireitet oder sie vorbeiführt, wo welcher wächst, kann auch in die Situation kommen, dass ein Pferd mal was davon übern Gartenzaun fressen möchte oder es auch tut.

Also mal schauen, ist denn Bambus ungefährlich oder nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bambus

Also ich glaube, Bambus ist nicht giftig ... habe dazu was gefunden.

Es gibt nämlich verschiedene Bambus-Arten.

https://www.gartenjournal.net/bambus-giftig

Daraus:

Toxische Substanzen im Bambus

Die wenigsten Bambusarten sind giftig. Die toxischen Stoffe befinden sich hauptsächlich im Bambussamen und in den rohen Bambussprossen. Sie enthalten das cyanogene Glykosid Dhurrin – das giftige Cyanid der Blausäure. Dieses produziert der Bambus, wenn er verletzt wird, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Blausäure blockiert die Zellatmung. Es wirkt ähnlich wie Kohlenmonoxid.

Mögliche Wirkung und Symptome auf Mensch und Tier

Mutter Natur schützt Mensch und Tier vor giftigen Bambussamen durch besonders üblen Rohgeschmack und dem seltenen Zyklus der Bambusblüte, von 80 bis 100 Jahren. Zudem sind die bei uns heimischen Bambusarten ungiftig. Bambusfreunde brauche sich also nicht zu sorgen ob Bambus giftig für Katzen oder Hunde ist.

...
 LG
Renate

Samstag, 21. September 2019

Japanischer Staudenknöterich

Fotos mit Blüten von Anfang September 2019

Der japanische Staudenknöterich wächst bei uns in der Umgebung hauptsächlich an zwei Stellen am Postsee.

Der kommt eigentlich aus der Ecke China, Japan und Korea laut Wikipedia.

Umweltschützer schätzen den gar nicht, weil er dazu neigt, einheimische Arten hier bei uns zu verdrängen und das besonders in unseren Naturschutzgebieten sehr störend ist.

Aber mir geht es hier in dieser Pflanzenserie ja um was anderes, nämlich welche Bäume und Sträucher für Pferde gesund, sehr giftig .. ein wenig giftig oder eher neutral, aber nicht gefährlich sind.

Also giftig scheint die Pflanze nicht zu sein, im Gegenteil, eher gesund. Ich kopiere das mal aus Wikipedia raus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Staudenkn%C3%B6terich

Die jungen Sprosse könnten ähnlich dem ebenso sauren Rhabarber verarbeitet und zubereitet werden. Wenn sie sehr jung sind, können sie wie Spargel zubereitet werden. In Japan wird aus der Wurzel eine Tinktur hergestellt, die Blutdruck und Cholesterin senken soll. Von jedweder Verwendung der stark oxalsäurehaltigen Pflanzenteile ist jedoch abzuraten.
Die Pflanze enthält in allen Teilen den sekundären Pflanzenstoff trans-Resveratrol, der auf zahlreiche mögliche therapeutische Nutzwirkungen getestet wird. Resveratrol besitzt unter anderem Wirkung als Phytoöstrogen.[20] Die Pflanze wurde in ihrer Heimat Japan seit Jahrhunderten für Heiltees verwendet, die, wie die Pflanze selbst, „Itadori“ genannt werden. Resveratrol gilt als der wahrscheinlichste aktive Bestandteil des Tees. Obwohl der Resveratrol-Gehalt in der Pflanze um mehrere Größenordnungen höher liegt als in roten Weintrauben (einer anderen, viel untersuchten Quelle für Resveratrol), war der Gehalt im Tee nicht höher als in Rotwein; dies wird darauf zurückgeführt, dass er im wässrigen Extrakt Tee stark verdünnt wird.[21]


https://www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/japanischer-knoeterich/

In dem Link oben steht es auch, dass diese Pflanzen nicht giftig, sondern im Gegenteil essbar und sogar ausgesprochen gesunde Heilpflanzen sind.

https://www.gartenbista.de/pflanzen/knoeterich-giftig-19163

Also sollten Pferde den japanischen Staudenknöterich nun wirklich in großen Mengen fressen, muss ich anmerken, der gehört zu den Oxalsäure-haltigen Pflanzen wie beispielsweise auch alle Ampfer-Arten das tun.

Zu viel Oxalsäure ist nicht regelrecht giftig, aber gesundheitsschädlich.

Direkt auf der Weide wachsen lassen würde ich den nicht .. wenn Pferde im Knick oder aber unterwegs mal was davon fressen, wird sie das aber sicher nicht gleich umbringen oder krank machen.

LG
Renate