Donnerstag, 30. Juli 2020

Herbstanemonen

Die Bilder habe ich Anfang Juli 20 aufgenommen

Über Anemonen habe ich im Frühling schonmal was geschrieben.

Die schönen Herbstanemonen, die jetzt angefangen haben, in den Gärten zu blühen, kommen viel später zur Blüte als die meisten Anemonen.

In Bezug auf die Verträglichkeit für Pferde unterscheiden sie sich aber nicht von den anderen Anemonen-Arten.

Alle Anemonen-Arten sind schwach giftig.

Sie bringen also ein Pferd nicht gleich um, aber sollten doch nicht gerade in großen Mengen von ihnen gefressen werden, denn dann können sie doch sehr ungesund werden.

Es gibt zwei Links zu Anemonen von mir dieses Jahr ... einen zu früh blühenden Anemonen und einen zu Buschwindröschen, die auch welche sind.

Buschwindröschen Fotos sind von Ende März 2020

Anemonen Aufgenommen ein paar Tage nach Mitte Februar 20

Da könnt Ihr dann noch reingehen und Euch bei Interesse genauer über Anemonen informieren.

LG
Renate

Montag, 27. Juli 2020

Jakobskreuzkraut

Die Bilder habe ich Anfang Juli 2020 gemacht

Das hier ist definitiv Jakobskreuzkraut, ich weiß auch genau, dass das für alle Sorten von Weidevieh so giftig ist, dass es unter keinen Umständen auf einer Pferdeweide oder auch sonst Weide wachsen sollte.

Unbedingt vernichten und auch unterwegs Eure Pferde dran hindern, das Zeug auch nur in kleinen Mengen zu fressen.
Dennoch war ich unlängst extrem erstaunt über die Aussage in einer Pflanzenbestimmungsgruppe von Facebook, dass Kaninchen und auch einige andere Tiere das Zeug vertragen. Es schadet laut Studien Kaninchen also wirklich definitiv nicht.


Ich finde allerdings, das ist kein Grund, Jakobskreuzkraut nun gleich im Garten regelrecht zu vermehren.

Das vermehrt sich sowieso von alleine wie verrückt, ist auch für Menschen extrem giftig und nur weil Kaninchen davon nicht gleich eingehen, kein Grund, es nun regelrecht zu züchten.

Ich werde noch ein paar Links zu Jakobskreuzkraut für Euch raussuchen.
https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/gruenland/jakobskreuzkraut.htm

Vorsicht vor dem Jakobskreuzkraut

 Eine ernste Gefahr für die Landwirtschaft 

Seit ungefähr 2004 entwickelt sich die Ausbreitung der Giftpflanze Jakobskreuzkraut in Nordrhein-Westfalen zum Problem. Dr. Clara Berendonk, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, empfiehlt einige Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Jakobs-Greiskraut

Diese Pflanzenart wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gerne gesehen, da alle ihre Teile auf Grund der enthaltenen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide giftig sind, auch bei Hautkontakt. Der Gehalt ist in den Blüten bis zu doppelt so hoch wie im Kraut. Im Einzelnen sind Acetyl-, E- und Z-Erucifolin, 21-Hydroxyintegerrimin, Integerrimin, Jacobin, Jacolin, Jaconin, Jacozin, Retrorsin, Ridellin, Senecionin, Seneciphyllin, Senecivernin, Spartioidin und Usaramin enthalten.[11] Die Alkaloide bleiben im Gegensatz zu vielen anderen Giften bei der Konservierung in Heu oder Silage wirksam und werden auf diese Weise auch von Weidetieren mit aufgenommen, welche die im frischen Zustand bitter schmeckenden Kräuter ansonsten eigentlich meiden.[12] Auch kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, so dass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich ist. Insbesondere bei Pferden, aber auch bei Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen und schließlich zum Tod führen.[13] Als tödliche Dosis für Pferde werden dabei 40 bis 80 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht genannt, bei Rindern 140 Gramm. Schafe und Ziegen sind weniger empfindlich, bei Aufnahme größerer Mengen (zwei bis vier Kilogramm pro Kilogramm Körpergewicht) sollen aber auch bei diesen Todesfälle auftreten.[14] Offensichtlich sind Kaninchen[15] und verschiedene Nagetiere (beispielsweise Meerschweinchen und Wüstenrennmäuse)[16] resistent gegen oral aufgenommenes Jakobs-Kreuzkraut-Gift. Die intravenöse Verabreichung des Giftes führte allerdings zum Tod von Kaninchen, was darauf schließen lässt, dass es im Magen-Darm-Trakt der Tiere inaktiviert oder nicht resorbiert wird.[15] Kaninchen mögen die Wurzeln des Jakobskreuzkrauts und der Rückgang der Kaninchenpopulation soll so ein Grund für die Häufigkeitszunahme des Jakobsgreiskrauts sein.[17] Wegen seiner Giftigkeit wird das Kraut heute nicht mehr als Heilpflanze verwendet.
Es ist möglich, dass Pyrrolizidinalkaloide über pflanzliche Nahrungskomponenten in den menschlichen Nahrungskreislauf eingetragen werden.[18] Der Übergang von Pyrrolizidinalkaloiden in den Nektar und mit diesem in Honig wurde nachgewiesen.[19][11] Untersuchungen ergaben eine vergleichsweise geringe Belastung bei deutschen Honigen, kritischer ist dies bei Honigen aus Übersee.[20] Das Bundesinstitut für Risikobewertung fordert aufgrund der extremen Giftigkeit eine Nulltoleranz für Pyrrolizidine;[21] bis heute gibt es allerdings bei Lebensmitteln weder Regelungen bezüglich Höchstmengen noch regelmäßige Kontrollen.[22] Kontrollprogramme an Tees und Kräutertees wurden vom Bundesinstitut für Risikobewertung gestartet,[23] an Honig vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg.[24]
...
 https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/V/_startseite/Artikel/150626_Jakobskreuzkraut.html


Die weitere Ausbreitung von Jakobs-Kreuzkraut (JKK) stellt insbesondere Tierhalter und Naturschützer vor Herausforderungen: JKK bildet nämlich giftige sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PAs). Diese können die Gesundheit landwirtschaftlicher Nutztiere gefährden. Auch aus Sicht des vorsorgenden Verbraucherschutzes kann JKK problematisch sein, weil es zu einer PA-Belastung von Honig führen kann. Daher hat das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium ein umfangreiches Programm zum Umgang mit JKK aufgestellt. Es reicht von der Bekämpfung der Pflanze über die Beratung von Imkern bis hin zu Forschungsprojekten.

Bekämpfung von Jakobs-Kreuzkraut

Die weitere Ausbreitung von JKK sollte so weit wie möglich verhindert werden. Das gilt insbesondere für Weideflächen sowie extensiv bewirtschaftete Grünlandflächen, auf denen das JKK vorzugsweise wächst. Da auf diesen Flächen häufig Herbizide verboten sind, kann es nicht wie in der konventionellen Landwirtschaft chemisch bekämpft werden.
Die Bekämpfungsmethoden reichen hier von der (in der Regel präventiven) manuellen Entfernung von Einzelpflanzen bis hin zur streifenförmigen oder flächigen (Mulch-)Mahd. Die Stiftung Naturschutz geht in Fällen konkreter Betroffenheiten seit einigen Jahren systematisch gegen JKK vor und wird dies auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Auch die Verwalter öffentlicher Liegenschaften sind dazu aufgefordert, die weitere Zunahme der JKK-Bestände durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden.
...
LG
Renate

Donnerstag, 23. Juli 2020

Platterbsen

Die Fotos sind von Anfang Juli 20

Zu meinen Platterbsen-Fotos von einer Art, die man hier bei uns oft sieht, mal zuerst wieder der Wikipedia-Link.

Es gibt sehr viele Platterbsen-Arten an vielen verschiedenen Orten auf der Welt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Platterbsen
Soweit ich weiß, sind Platterbsen wie die meisten Schmetterlingsblütler nicht unbedingt gesund für Pferde.

Ich überprüfe das aber jetzt mal sicherheitshalber ganz genau.

Laut einem Foto bei Botanikus über die Giftwirkung nennen die sich auch Garten-Wicken, die ich hier fotografiert habe .. deshalb kommt die Bezeichnung Wicke auch in dem Text dort über die Giftwirkung vor.
https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/platterbsen/

Platterbsen wirken giftig auf Pferde, Rinder und Kühe. Die Vergiftungssymptome zeigen sich durch Schweißausbrüche, Erregung, Schwäche, Kehlkopfpfeifen, durch Lähmungen bedingte Gangprobleme mit Taumeln, Atemnot, Hautausschläge sowie durch Magen- Darmbeschwerden. Wicken sind als Futter für Hasen und Kaninchen nicht geeignet.
Also Vorsicht unterwegs, dass Pferde sowas nicht abfressen.


Und auf einer Pferdeweide sollten Platterbsen dann auch nichts zu suchen haben und auch nicht insofern im Knick neben der Weide, wo die Pferde noch rankommen.






LG
Renate

Montag, 20. Juli 2020

Stockrosen

Fotografiert Anfang Juli 2020

Erstmal wieder der Wikipedia-Link zu Stockrosen allgemein, was es da für Arten gibt.

Stockrosen gehören zu den Malvengewächsen, steht da unter anderem.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stockrosen
https://www.gartenjournal.net/stockrose-giftig

Die Stockrosen gehören in die Familie der Malvengewächse und sind, ebenso wie andere Vertreter dieser Familie, nicht giftig. Ganz im Gegenteil zählt man sie zu den Heilpflanzen. Sie können sehr gut bei Atemwegserkrankungen oder Hautproblemen eingesetzt werden.
https://www.gartenbista.de/gruenes-leben/stockrosen-giftig-18682

Also wirkliche Studien, ob Stockrosen für Tiere giftig sein können, gibt es keine. Zumindest kann ich keine finden und oben im Link steht, es gibt noch keine.

Also für Menschen sind Stockrosen eher gesund als giftig.

Ich gehe nicht davon aus, dass sie nun für Pferde extrem giftig sein könnten, sonst würde man was darüber finden.




LG
Renate

Freitag, 17. Juli 2020

Leinkraut (eventuell Marokkanisches Leinkraut) = Mini-Löwenmäulchen

Aufgenommen Ende Juni 2020

Diese hübschen Blumen in der Insektenwiese bei uns im kleinen Park sehen aus wie Mini-Löwenmaul.

Es ist auf jeden Fall Leinkraut, könnte vielleicht Marokkanisches Leinkraut sein.

Hier mal der Link zu Leinkräutern allgemein von Wikipedia. Da sind alle möglichen Arten aufgeführt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leinkr%C3%A4uter
Also so wie in dem Link einer Saat-Firma sieht marokkanisches Leinkraut aus.

https://www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/blumen/sommerblumen/marokkanisches-leinkraut-b330
Ich möchte nun natürlich wissen, ist denn Leinkraut gut oder eher gefährlich auf einer Pferdeweide. Also mal suchen.

https://www.plantopedia.de/ist-das-loewenmaeulchen-giftig/
Die Frage, ob Löwenmäulchen giftig sind, kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Löwenmäuler sind nicht giftig, weder für Mensch noch Tier. Da Löwenmäuler Wegerichgewächse (bot. Plantaginaceae) sind, gehen viele Menschen davon aus, dass es sich wie bei den Fingerhüten (bot. Digitalis) um vor allem für Kinder giftige Pflanzen handeln muss. Jedoch sind es die Inhaltsstoffe der Pflanzen, die Aufschluss über ihre Giftigkeit geben. So auch bei den Löwenmäulchen, allen voran dem Acker-Löwenmaul (bot. Antirrhinum orontium), welches die häufigste, in Deutschland vorkommende Art der Gattung ist und dem Namen nach vor allem in Ackernähe wächst. Ebenso muss hier das Große Ackermaul (bot. Antirrhinum majus) genannt werden, welches zur Sektion der Mittelmeer-Löwenmäuler gehört. Folgend die Inhaltsstoffe:
  • Vitamine
  • ätherische Öle
  • ungiftige Bitterstoffe als Fraßschutz
  • Mineralstoffe
  • sekundäre Pflanzenstoffe: hauptsächlich für die Färbung zuständig
Wie Sie sehen, handelt es sich bei den Löwenmäulchen nicht um Giftpflanzen, ganz im Gegenteil. Ein Großteil der Inhaltsstoffe ist gesund für den Menschen und überhaupt nicht gefährlich.

Verwechslungsgefahr

Im Vergleich zu anderen Vertretern der Familie bilden Löwenmäuler keine Glykoside aus, wie es zum Beispiel bei Digitalis (Roter Fingerhut) der Fall ist. Dadurch stellen die Pflanzen überhaupt keine Gefahr dar und können problemlos ohne Handschuhe gesammelt oder gepflegt werden. Kinder dürfen die Blumen sogar selber pflücken, sollten dabei aber aufpassen, da Löwenmäuler mit den folgenden Pflanzenarten
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verwechselt werden können:
  • Echtes Leinkraut (bot. Linaria vulgaris): Wuchs und Blüten auf den ersten Blick ähnlich
  • andere giftige Wegerichgewächse wie Fingerhut, Bartfaden (bot. Penstemon) oder Ehrenpreis (bot. Veronica)
  • Wolfsmilchgewächse (bot. Euphorbiaceae): ausschließlich aufgrund der Blüten; sonst leicht zu unterscheiden

Wolfsmilchgewächse

Während das Echte Leinkraut, eine alte Heilpflanze, trotz ihres bitteren Geschmacks und der allgemeinen Ungenießbarkeit keine Gefahr darstellt, müssen Sie bei Wolfsmilchgewächsen besonders aufpassen. Diese bilden einen toxischen Milchsaft aus, der für Hunde, Katzen und den Menschen giftig ist. Ein typisches Wolfsmilchgewächs, mit welchem die Löwenmäuler auf den ersten Blick verwechselt werden könnte, ist die Scharfe oder Esels-Wolfsmilch (bot. Euphorbia esula). Für Erwachsene ist der Unterschied in Bezug auf die Blüten schnell erkennbar, die Kleinsten haben damit häufig Probleme. Weitere Wolfsmilchgewächse, die ähnliche Blüten haben:
  • Wunderbaum (bot. Ricinus communis)
  • Vielfarbige Wolfsmilch (bot. Euphorbia epithymoides)
  • Zypressen-Wolfsmilch (bot. Euphorbia cyparissias)
Solange Sie Ihre Schützlinge, Katzen und Hunde nur an die Löwenmäulchen oder selbst das Echte Leinkraut lassen, besteht keine Gefahr auf eine Vergiftung. Da die Wolfsmilchgewächse leicht von den Löwenmäulern zu unterscheiden sind, müssen Sie nur genau hinschauen. Ansonsten müssen Sie sich keine Sorgen machen, selbst wenn mehrere Blüten des Wegerichgewächses verzehrt werden. Auch Hoftiere wie Pferde oder Schweine, Nagetiere und Hasen können die Pflanzen verzehren.

Sie fragen sich, ob Löwenmäuler essbar sind, nachdem Sie erfahren haben, dass die Blumen nicht giftig sind? Dann können Sie sich glücklich schätzen, denn die wunderschönen Blüten sind ein heutzutage vergessenes Highlight für einen süßen Snack zwischendurch. Da die Blüten wie alle Teile der Pflanze ätherische Öle enthalten, begeistern sie mit einem angenehm blumig-zuckrigem Aroma, das sich hervorragend mit den folgenden Speisen kombinieren lässt:
  • Kuchen
  • Torten
  • Joghurt
  • Pudding
  • Fruchtcremes
  • frische Obstsalate
  • Blumensalate

Löwenmäulchen richtig genießen

Sie werden hauptsächlich roh gegessen und begeistern hier schon alleine durch ihr Aroma, vor allen Kindern schmecken sie sehr gut und Pferde haben ebenfalls nichts gegen die Blüten. Wenn Sie die Blumen essen wollen, sollten Sie diese aber vorbereiten, um nicht die ungenießbaren Stängel zu verzehren, die durch ihren bitteren Geschmack abschrecken. Die folgenden Tipps helfen dabei, die Löwenmäuler genießen zu können:
1. Die Blüten werden einfach von der Pflanze abgezogen. Hier greifen Sie mit drei Fingern um den Blütenansatz und knipsen sie vorsichtig mit der Hand ab. Noch einfacher geht es mit einer Schere, die sauber und scharf sein sollte.
2. Wenn Sie die Blüten sofort essen wollen, einfach nur kurz ausschütteln oder schnell durchs Wasser ziehen. Das entfernt ausreichend möglichen Schmutz. Die frischen Blüten eignen sich zudem äußerst gut als Dekoration auf Kuchen und Torten.

Also ... null Problem, wenn sowas auf der Pferdeweide wächst oder Pferde das unterwegs finden, lasst sie es futtern, es schmeckt ihnen gut und ist sogar gesund.

LG
Renate

Dienstag, 14. Juli 2020

Büschelschön

Die Fotos habe ich Ende Juni gemacht

Diese Blumen, die man jetzt oft auf den neuen Ökoflächen für Schmetterlinge und Insekten sieht, nennen sich Büschelschön.

Eigentlich gehört die Pflanze nicht nach Deutschland, sondern ist in Amerika zu Hause.

Siehe Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Phacelia
Man kann die Pflanzen als Schweinefutter verwenden.

Wie das mit Pferden ist, keine Ahnung. Muss mal suchen.

https://www.gartenjournal.net/phacelia

Da steht nur was von, kann Kontaktallergien auslösen, was ja nicht gerade lebensgefährlich für Pferde wäre.

Ist Phacelia giftig?

Wenngleich die Bienenweide als Grün-Futtermittel dient und köstlichen Nektar liefert, ist die Blume dennoch nicht frei von gesundheitlichen Bedenken. Das in den Pflanzenteilen enthaltene Phacelioiden kann Kontaktallergien auslösen. Wir empfehlen daher das Tragen schützender Handschuhe bei allen Pflanz- und Pflegearbeiten.
http://fb08heilpflanze.bot1.bio.uni-giessen.de/zeigePflanzeDetails?p_id=900

Auch da steht nur was von Kontaktallergien, nichts darüber, wenn Tiere sowas fressen, ob dann was passieren kann und was.

Mehr kann ich dazu nicht finden.

Vielleicht sollten nicht so viele auf einer Weide stehen, dass Pferde da oft durchlaufen und vielleicht auch diese Kontaktallergien entwickeln. Auch Ausschlag ist ja nicht so toll.


LG
Renate

Sonntag, 12. Juli 2020

Pfingstrosen

Die Fotos habe ich Anfang Juni 20 gemacht


Nach dem ersten Blick in Wikipedia und bissel weitergoogeln da wegen der Inhaltsstoffe von Pfingstrosen vermute ich mal, dass Pfingstrosen für Pferde nicht giftig sein werden, im Gegenteil, wegen der darin enthaltenen Stoffe ähnlich wie viele rote oder blaue Lebensmittel sogar gesund.

Aber ich werde dem nochmal ein wenig mehr auf den Grund gehen. Erstmal verlinke ich Euch mal, was ich in Wikipedia fand.

Klar gibt es mehrere Arten wie meistens bei Blumen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstrosen

In China werden Pfingstrosen (Sorte 'Fen Dan Bai', Hybride von Paeonia ostii) großflächig zur Gewinnung des Mudan pi, einem wichtigen Stoff der chinesischen Heilkunst, angebaut. Auch in Europa importiert die Pharmaindustrie beträchtliche Mengen an Päonienwurzeln, die von Naturstandorten aus Ost-Europa und Vorderasien stammen.
Die Blüten enthalten den Anthocyanin-Farbstoff Peonidin, einen Methylether des Cyanidins.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anthocyane

Anthocyane gehören zur Gruppe der flavon­ähnlichen Stoffe, den Flavonoiden, und werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt.
Die gute Wasserlöslichkeit verdanken sie einem glycosidisch gebundenen Zuckeranteil. Farbbestimmend ist einzig der zucker­freie Anteil, das Aglycon des Anthocyans, das daher auch Anthocyanidin genannt wird. Die meisten und wichtigsten Anthocyane leiten sich von Cyanidin und Delphinidin ab. 
...

Die Anthocyane aus rotem Traubensaft und schwarzem Johannisbeersaft werden nur in geringem Umfang vom Körper aufgenommen und/oder schnell metabolisiert, wie aus geringen Anthocyan-Konzentrationen sowohl im Blutplasma (pH 7,4) als auch im Urin geschlossen wurde. Die tägliche Aufnahmemenge schwankt von Mensch zu Mensch stark, sodass Durchschnittswerte kaum Aussagekraft besitzen. Die Bioverfügbarkeit der Anthocyane liegt bei Aufnahme mit normaler Nahrung nur bei etwa 1 Prozent.
Anthocyane haben antioxidative Wirkung, die die von Vitamin C und Vitamin E, zumindest in vitro, um ein Vielfaches übersteigen kann. Es wird jedoch bezweifelt, dass die Anthocyane auch in vivo diese starke antioxidative Wirkung entfalten können, da die Bioverfügbarkeit schlecht ist. Im menschlichen Körper binden sie freie Radikale und schützen somit die DNA sowie Lipide und Kohlenhydrate vor Schädigung. Den Anthocyanen werden noch andere Wirkungen zugeschrieben: Sie sollen die Sehvorgänge verbessern, entzündungshemmend und gefäßschützend wirken.
Anthocyane sind nur in sehr geringem Maße toxisch. Aus Pflanzen aufgenommene Anthocyane stellen keine Gefahr dar. 
...
https://de.wikipedia.org/wiki/Cyanidin

 Cyanidin ist in Glycosidform als Anthocyan in vielen Pflanzen enthalten, darunter Rotkohl, rote Rosen[5], Hibiskus, Blaubeere, Himbeere, Pflaume, Holunderbeere, Brombeere, Blutorange und Rhabarber. In Form eines Eisen/Magnesium/Calcium-Chelatkomplexes bewirkt Cyanidin die blaue Farbe der Kornblume (Centaurea cyanus). 
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https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/pfingstrose/


Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pfingstrose enthält unter anderem das Alkaloid Paeonin. Die Vergiftungssymptome sind Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall und Koliken.

Tiergiftig:
Pfingstrose ist möglicherweise für Meerschweinchen giftig.

...
 https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Pfingstrose

Die Pfingstrose wird in allen Teilen als wenig giftig eingestuft.[6]
Hauptwirkstoffe: Nach älteren Angaben Peregrinin. Der Wirkungsträger ist jedoch nicht bekannt.[6]
Vergiftungserscheinungen: Blüten und Samen können Gastroenteritis mit Erbrechen, Kolikschmerzen und Diarrhoe hervorrufen.[6] 
...
 Also da Flavonoide im Essen eigentlich als sogar gesund gelten .. klar macht auch da immer die Menge das Gift ... würde ich jetzt mal sagen, dass Pfingstrosen für Pferde sicherlich nichts Lebensgefährliches sein werden.

Ich vermute kaum, dass sie die nun kiloweise einfressen würden.

Und wenn sie mal reinbeißen und ein paar Blätter verputzen, wird vermutlich nichts Schlimmes passieren.

LG
Renate

Freitag, 10. Juli 2020

Fingerhut

Die Aufnahmen sind von Anfang Juni 2020

Über Fingerhut kann ich Euch schon aus dem Kopf sicher sagen, dass der sehr giftig ist, und das auch für Eure Pferde.

Bitte passt da sehr auf, egal ob es unterwegs bei einem Ausritt oder beim Führen an Gärten entlang ist und erst recht, falls Ihr sowas auf der Weide Eurer Pferde findet.

Auf die Weide gehört Fingerhut auf keinen Fall, der muss da weg, denn der ist nicht nur schwach giftig, sondern sehr giftig. Ich suche Euch jetzt noch ein paar Links über Fingerhut raus.

https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Fingerhut

Alle Pflanzenteile sind hochgiftig. Bereits der Verzehr von zwei Blättern kann zu einer tödlichen Vergiftung führen. Der Rote Fingerhut wurde 2007 zur Giftpflanze des Jahres gewählt.
Es gibt noch mehr Arten und auch Farben bei den Fingerhüten.

Hier ein Link über die anderen bzw. alle.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fingerh%C3%BCte
Die in den Pflanzen enthaltenen Digitalisglykoside werden therapeutisch zur symptomatischen Therapie der Herzinsuffizienz eingesetzt, da sie eine positiv inotrope Wirkung am Herzen zeigen. In hohen Dosen wirken sie als Gift, welches durch verschiedene Herzrhythmusstörungen zum Tod führt. Der Fingerhut, insbesondere der Rote Fingerhut wurde in der Heilkunde innerlich und äußerlich[1] verabreicht.

Also wie man da schon sieht, bloß keine Fingerhüte auf der Weide lassen, sollten da mal welche anfangen zu wachsen. Die müssen dann weg.

Und unterwegs sehr aufpassen, dass Eure Pferde in diese Pflanzen nichtmal reinbeißen, denn schon das kann gefährlich werden.

LG
Renate