Mittwoch, 15. März 2017

Wie sich die Natur verändert - Teil 1

Mitte März 2017 - jetzt wächst das erste zarte Grün schon reichlicher

 Im vorigen Jahr habe ich ja unter dem Thema "Weidespaziergänge in der Preetzer Feldmark" alles an Grünzeug genau untersucht und wenn ich es nicht kannte, auch rausgesucht, was es ist, das bei uns auf und in den Knicks neben den Weiden wächst.

Das werde ich dieses Jahr nun nicht schon wieder machen .. vielleicht irgendwann mal wieder im Laufe der kommenden Jahre, weil Pflanzen oft von anderen Menschen gesucht werden.

 Aber ich werde diese Jahr hier was anderes machen, nämlich ab und zu auf Fotos zeigen, wie sich in der Wachstumsphase vom frühen Frühjahr an bis zum Spätherbst bei uns die Natur verändert.

Momentan kommen nämlich überall die ersten Gräser und Kräuter frisch aus der Erde.

Es passt, so finde ich, zum Thema Rehepferdehaltung, sich immer darüber klar zu sein, was dort wächst, wo ein Rehepferd lebt.

 Die oberen Weidebereiche bei uns werden sich irgendwann mal erholen müssen, glaube ich. Die sind arg abgeweidet und plattgetrampelt.

Trotzdem wächst sogar dort schon so einiges an frischem Grün, wenn man Nahaufnahmen davon macht.

 Diese zarten Gräsen und die junge Schafgarbe zum Beispiel habe ich oben aufgenommen, wo es von weitem noch eher alles graubraun aussieht, aber das täuscht, wie Ihr hier auf den Nahaufnahmen von dem zarten jungen Grün erkennen könnt.

 Außer der Schafgarbe und den ersten Grashalmen kommt auch schon überall der Sauerampfer hoch.

Auch diese Bilder sind noch von oben auf der Weide, wo alles noch sehr kurz ist.

 Immer noch weiter oben.

 Ab hier links bin ich auf dem mittleren Weideabschnitt zugange, wo ich heute am Abäppeln war.

Wie man sieht, ist da alles schon etwas länger und der Grund nicht mehr ganz so graubaun. Dort war es auch selbst mitten im Winter nie ganz kahl.

Unten irgendwelche Blätter von Blumen, könnte Hahnenfuß sein, bin aber nicht ganz sicher.

 Auch in der Mitte sprießt überall der Sauerampfer.

Voriges Jahr zur Blütezeit waren diese Ecken regelrecht rot, so viel Sauerampfer war da zwischen dem Gras zu finden .. der blüht ja rot.

 Dieses eher ganz lange Gras habe ich nicht auf, sondern neben der mittleren Weide im Knick aufgenommen .. damit Ihr mal seht, wie fleißig die Pferde auf der Weide "Rasen mähen", denn sonst wäre das dort alles bereits genauso lang.

 Oben sieht man mal optisch den Übergang von der mittleren zur oberen Weide und dass es in der Mitte schon etwas grüner wirkt.

Rechts mal zum Auflockern Jürgen beim Striegeln von Chiwa und Prima, als ich bei ihm vorbei kam, um eine Karre Pferdeäppel wegzufahren.

 Die Bilder ab oben sind jetzt welche von dem Weideabschnitt, den wir momentan abgesperrt haben, da zu feucht .. neben den Schafen direkt.

Oben Scharbockskraut .. links Gras und Ochsenzunge.

 Oben mehr Ochsenzunge und rechts wieder vermutlich Blätter vom Hahnenfuß.

Unten dazwischen auch schonmal recht großer Löwenzahn.

 Bei den behaarten Blättchen links weiß ich jetzt ohne Blüten dran nicht mehr aus dem Kopf, was es war ... wie gesagt, analysieren tu ich dieses Jahr nicht wieder alles ... wen das interessiert, der findet in der alten Serie hier vom Frühling bis zum Spätherbst 2016 jede Pflanze mit Namen, habe das ja letztes Jahr mit viel Fleiß alles rausgesucht.

 Rechts nochmal der Blick von unten nach oben .. also eher grün zu noch eher graubraun von der Optik jetzt im ganz frühen Frühjahr.

 So .. da hatte ich dann Feierabend gemacht .. das war die letzte Karre heute zum Wegfahren gewesen.

Links unsere Süßen beim Heufressen im Licht der allmählich untergehenden Sonne.

 Rechts Boomer mit mir unten am Tor, denn Herrchen hatte vergessen, den Strom beim Weidezaungerät anzumachen und war nochmal zurückgegangen.

Unten kommt er an und auch da sieht man wieder gut, dass unten alles schon grüner ausschaut.

 Die letzten beiden Bilder sind dann welche vom Grünzeug im Knickbereich neben unserer Weide, die ich auf dem Weg zum Auto noch gemacht habe.

Gute Nacht
Renate


Dienstag, 14. März 2017

Anweiden auf der Ganzjahresweide

Wenn das möglich ist, ist das viel schonender

 Auch wenn der Untergrund im oberen Weidebereich bei uns momentan noch eher graubraun aussieht wie auf den Bildern oben von Prima und Chiwa beim Heufressen oder unten, wo Boomer sitzt .. das täuscht darüber hinweg, wie viele frische Kräuter und Grashalme selbst da schon laufend hochkommen.

 Rechts und unten sieht man das auch recht gut an einer Ecke, wo ein Übergang zu einer zur Zeit genutzten und noch ungenützten Weidefläche ist, die wir momentan noch abgesperrt haben, weil die recht tief liegt und bei Regen noch sumpfig wird, damit die Pferde da nicht zu tiefe Spuren reintreten.

Man erkennt da ziemlich deutlich, wie viele Halme unsere Pferde so nach und nach da wegnaschen, denn wenn sie das nicht täten, wäre die andere Fläche genauso grün wie das abgesperrte Stück.

 Die Pferde haaren jetzt auch schon sehr. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass die Temperaturen schon recht hoch sind, viel Sonne da ist .. und die Faktoren, die dazu führen, dass Pferde im Frühling beginnen zu haaren, sind die gleichen Faktoren, die dazu führen, dass auch allmählich auf den Weiden wieder alles mögliche zu wachsen beginnt.

 Wie wichtig anweiden ist und bei Pferden, die zu Hufrehe neigen, noch viel wichtiger, das schreibe nicht nur ich jedes Jahr, sondern das liest man auch sonst überall auf jeder Pferdeseite.

Außer Hufrehe kann unvorsichtiges Anweiden auch leicht bei empfindlichen Pferden Kolik auslösen oder die Neigung zum Sommerekzem verschlimmern und so weiter.

 Wir haben nun mit unserer neuen Pachtweide, die vom Bewuchs her auch Rehe-geeignet ist, die Möglichkeit, unsere Pferde ganz natürlich über eine Ganzjahresweide anzuweiden.

Vor dem Umzug hierher stand uns einige Jahre eine Stundenkoppel zur Verfügung, die Chiwa und Prima alleine nutzen konnten. Auch da war lange bis auf das letzte Jahr, wo es wegen des Reithallenbaus und dann zu nassen Bodens nicht mehr ging, das Winterweiden zumindest stundenweise für Chiwa und Prima machbar.

 Oft geht das aber nicht und die Pferde kommen dann zuweilen Mitte Mai urplötzlich ohne Vorsichtsmaßnahmen von nur Heu in der Box auf dann nur Gras, und das ganz frisches zucker- und eiweißhaltiges, auf die Weide.

Das ist dann natürlich extrem gefährlich, in jeder Beziehung und in Bezug auf Hufrehe, die davon ganz schnell kommen kann, natürlich auch. Wer so anweidet, gibt den Darmbakterien keine Chance, sich umzustellen, was aber bei Pferden wichtig ist.

Ganz allmählich können sich hingegen die Darmbakterien unserer Pferde über die bei uns nun mögliche Ganzjahresweidehaltung umstellen.

Wir haben nach und nach ab Spätherbst begonnen, zunehmend mehr Heu dazuzufüttern und werden, wenn das Gras dann anfängt, mehr zu wachsen als jetzt noch, dann nach und nach weniger Heu dazufüttern, bis es schließlich liegen bleibt und die Pferde uns damit zeigen, sie brauchen und möchten jetzt kein Heu mehr haben.


So anzuweiden ist einfach optimal.

Im vorigen Jahr haben Chiwa und Prima ab ca. Mitte Mai dann das angebotene Heu nicht mehr gefressen. Inzwischen hatte aber auch so manche Grasart auf unserer großen Weidefläche auch schon ganz lange Ähren und strukturreiche Halme. Sie haben sich also so ganz von alleine in Ruhe angeweidet, ohne das ihnen etwas passiert wäre.

Anweiden auf einer Ganzjahresweide, wenn der Bewuchs so ist, dass er für Rehepferde verträglich ist, ist deshalb das Nonplusultra schlechthin.

Auch Anweiden über eine auch im Winter nutzbare Stundenkoppel ist noch recht gut.

Wenn Ihr könnt, versucht solche Haltungsbedingungen für Eure Rehepferde oder am besten für alle Pferde zu finden.

Dass das nicht immer leicht ist, weiß ich aber aus Erfahrung. Deshalb viel Glück beim Suchen.

LG
Renate

Sonntag, 12. März 2017

Schlusssatz zu Heparin und Hufrehe

Hab wie gesagt was gefunden, aber mehr draus zu machen ist nicht möglich

 Also ... das was ich neu über Hufrehe und Heparin gefunden habe, bezieht sich nur darauf, dass ich damit sicher bin, dass und auch warum Heparinspritzen im akuten Reheschub helfen, und zwar auch viel besser helfen als die oft alternativ verabreichten Schmerzmittel .. viele Tierärzte haben die auch früher schon gegeben, obwohl man eben nicht wusste, warum das hilft, aber so gibt es jetzt auch eine logische Erklärung dafür und das ist ja gut so.

 Mehr dazu findet Ihr in den vielen Texten unten, die zum Teil sehr kompliziert sind und eigentlich nur verständlich für Menschen, die sich genauso wie ich als Rehepferdehalter jahrelang mit diesem schwierigen Thema beschäftigt und eingelesen haben.
Für alle anderen. Heparinspritzen gibt man im Reheschub, und zwar maximal eine Woche. Die bringen die schmerzhafte Entzündung, wenn alle anderen Maßnahmen auch eingehalten werden wie erstmal Heufütterung und so weiter und so fort und weg vom Reheauslöser, der wichtig zu finden ist, dann zum Stehen. Was schon kaputt ist, heilen diese Spritzen nicht wieder aus, das kann nur die Zeit tun, aber es wird dann eben nicht noch mehr Hufhorn zerstört und das kann dem Pferd das Leben retten.

 Dazu wäre noch zu sagen, dass es in Ausnahmefällen Pferde gibt, die auf Heparin allergisch reagieren, da geht es dann leider nicht.

Ansonsten habe ich nochmal fleißig, aber erfolglos danach gesucht, ob ich irgendeinen Zusammenhang finden kann, welche Giftpflanzen und sonstigen Gifte vielleicht die Bildung und Aktivierung körpereigener Heparine (Heparin ist was Natürliches, was der Körper eigentlich von alleine bildet) behindern können, aber man findet nichts im Zusammenhang mit Gerbsäure, Oxalsäure und Sachen, die das Vitamin B1 blockieren und dergleichen .. leider.

Genauso habe ich nichts finden können außer vielleicht Mangan, weil das für den Aufbau der Proteoglykane gebraucht wird und Heparin ist ein Proteoglykan, das manchmal im Gras und Heu zu wenig drin sein kann, was nun genau man tun könnte, um so zu füttern, dass man die körpereigene Bildung von Heparin damit fördert.

Wie man ein Pferd generell bei Hufreheneigung halten sollte, darüber findet Ihr was oben in dem Themenschwerpunkten, wo ich das Wichtigste drin zusammengefasst habe.

Mehr weiß ich bisher leider auch nicht.

Aber eben jetzt endlich aufgrund dieses tollen Fundstücks und weiteren nach der dann erneuten Suche, warum Heparinspritzen helfen, und das ist ja schonmal was.

LG
Renate

Donnerstag, 9. März 2017

Suche den Zusammenhang zwischen MPO und MMPs

- also Myeloperoxidase und Matrix Metalloporteinasen -


Habe hier schon was in Bezug auf Herzerkrankungen.

Bei der Untersuchung waren sowohl die Myeloperoxidase und auch die Matrix Metalloproteinase 9 erhöht bei den Patienten, die gefährdet waren.

Die MMP 9 gehört zu den Matrix Metalloprpteonasen, die bei Rehepferden auch erhöht waren.


...
und hier finden wir auch was:


Hier wird genau erklärt, was im Endothel alles passiert und auch, was für einen Zweck eine Entzündung hat, nämlich das, was schädlich ist, zu beseitigen und danach alles wieder zu reparieren .. wenn es denn alles glatt geht.

Auf Seite 24 dieser Arbeit tauchen erstmals bei der sehr gut gemachten Erklärung, wie die Vorgänge im Endothel laufen, auch auf, warum Matrix Metalloproteinasen gebildet werden, die dann eben Gewebe abbauen.

Dann wird beschrieben, was beim Myokardinfarkt ein Reperfusionsschaden ist .. Hufrehe ist auch so ein Schaden ... und dass eben Entzündungsprozesse, die eigentlich notwendig sind, um kaputtes oder schädliches Gewebe abzubauen und dann wieder aufzubauen, manchmal auch zu schlimm werden können und damit lebensgefährlich.

Auf Seite 25 wird dann die Myeloperoxidase ins Spiel gemacht. Auch sie ist entzündungsfördernd, wird da gesagt und kann eine Rolle spielen, warum manchmal eigentlich Prozesse, die heilend wirken sollen, so aus dem Rude laufen, dass sie lebensgefährlich werden.

Als sehr wichtig wird hier unter anderem gesagt, dass MPO sehr viel Stickstoffmonoxid reduziert (NO) und damit diesen wichtigen Stoff im Endothel stark herabsetzt .. und das ist gesundheitsschädlich, das weiß man.

Wenn also zu viel MPO aktiviert wird, dann führt das im entsprechenden Gewebe zu einem Mangel an NO.

Stickstoffmonoxid wirkt nämlich wiederum entzündungshemmend und wenn davon zu viel weg ist, dann kann es diese Funktion nicht mehr ausüben.

Auf S. 30 findet man was zur Aktivierung von MMP 7 (gehört nicht zu den MMPs, die bei Hufrehe vermehrt gefunden wurden), was dadurch passiert, dass bei vermehrt gebildeter MPO durch einen bestimmten Wachstumsfaktor dann durch die wiederum viel HOCL gebildet wird, das wiederum führt zur Bildung dieser MMP 7 und die wiederum hat die Bildung von viel atherosklerotischen Plaques zur Folge, was dann eben gute Bedingungen für die dazugehörenden Herz-Kreislauf- und sonstigen Probleme schafft.

Viel MPO bedeutet auch einen Zusammenhang mit Vorhofflimmern und Herzrythmusstörungen.

Auch bei Angina pectoris wurden zu hohe MPO-Spiegel gefunden.

Dann sind sie dabei zu untersuchen, warum MPO die Endothelzellen dahingehend beeinflusst, Dinge wie unter anderen auch die Angiogenese anzukurbeln. Dass es so ist, das weiß man bereits.

...

Ziel der o. a. Arbeit ist nicht das, was ich gesucht habe, sondern was anderes.

Aber ich habe das, was ich gesucht habe, da trotzdem gefunden, nämlich den Zusammenhang mit viel MPO und dadurch der Ausschüttung von unter anderem auch MMPs.

Wenn Heparin also die Aktivität dieser MPO hemmt, dann hemmt es damit auch über diesen Faktor die Bildung von zu viel Matrix Metalloproteinase.

Zusätzlich hemmt es das außerdem darüber, dass es dieses im Beitrag davor beschriebene Cyr61 auch hemmt und auch damit unter anderem die Ausschüttung von zu viel Matrix Metalloproteinase, denn auch das führt ja dazu, dass viel davon gebildet würde, würde es nicht gehemmt werden.

Ich würde sagen, das sind alles gute Gründe dafür, einem Pferd im Reheschub unbedingt eine Woche seine Heparinspritzen zu geben, weil die sein Leben retten können ... und zwar nicht wegen der Wirkung auf Antirhtombin III, sondern eben diesen zusätzlichen anderen Wirkungen von Heparin.

LG
Renate