Samstag, 25. Januar 2020

Die hohe Fetthenne (Sedum Telephium ???)

Fotos sind von Mitte Januar 2020

Das ist eine Sedum-Art, ich glaube, es könnte Sedum Telephium sein. Man sieht hier Mitte Januar noch die alten abgeblühten Blütenstände, aber auch schon unten die jungen Triebe für das neue Jahr.

Es gibt sehr viele Sedum-Arten. Da ich früher jahrelang Teich- und Dachpflanzen vermehrt und verkauft habe, kenne ich davon vermutlich etwas mehr als von den meisten Pflanzen. Ich habe uns früher auf unserem Pferdestall ja auch ein Gründach selbst angelegt, wo auch viele Sedum-Arten drauf wuchsen und noch einige andere Dachstauden.
Ich wäre bei diesen Stauden also für die salopp genannte Fetthenne und genauer Sedum Telephium Herbstfreude .. die stelle ich Euch unten auch mal zum Vergleich von re natur dazu.

Diese Sedum-Art sieht man besonders oft auch in Gärten .. generell sieht man Sedum aber überhaupt auch nicht nur auf begrünten Dächern, sondern durchaus Steingärten .. so hoch wie diese Art werden die meisten aber nicht und sie blühen zu sehr unterschiedlichen Zeiten und in vielen Farben.

https://www.re-natur.de/shop/sedum-telephium-herbstfreude-fetthenne-2893.html

In dem Link findet Ihr noch mehr über genau diese Art .. ich werde aber auch nochmal schauen, inwiefern Sedum-Arten für Pferde gesund, neutral oder womöglich giftig sind .. auf dem Pferdestall ist das ja kein Problem, da oben sind Pferde nicht, aber sollten sich diese Pflanzen auf ihr Weideland verirren, was ja passieren kann, sollte man es eben wissen.




Das war die Firma, wo ich mal beschäftigt war .. also die Zentrale:

https://www.re-natur.de/shop/

Und ein Foto von der Gärtnerei heute, wo das war:

Die Gärtnerei war in Stolpe. Ich habe da sehr gern gearbeitet, lieber als im Büro.
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Also ich habe Sedum acre als sowohl Heilpflanze, aber auch giftig gefunden .. ich gehe davon aus, dass es dann bei den anderen Sedum-Arten ähnlich sein wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Scharfer_Mauerpfeffer

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Bereits 300 v. Chr. wurde Mauerpfeffer (insbesondere Sedum acre bezeichnend) als Heilpflanze genutzt. Um 70 n. Chr. beschreibt der griechische Arzt Dioscurides die Verwendung des reizenden und ätzenden Safts der Pflanze. Im 16. Jahrhundert wurde die seit dem Mittelalter auch als Steinpfeffer[4] bezeichnete Pflanze in verschiedenen Kräuterbüchern erwähnt, unter anderem bei Lonicerus, Matthiolus und Dodoneaus. In den nachfolgenden Jahren verwenden berühmte Mediziner wie Albrecht von Haller und Christoph Wilhelm Hufeland die Pflanze als Heilmittel. Durch Versuche des französischen Toxikologen Mathieu Orfila wird die Giftigkeit von Sedum acre nachgewiesen. Durch Tierexperimente weist der Pharmakologe Jüngst 1888 nach, dass die Pflanze ein ausgesprochenes Gift für das Zentralnervensystem darstellt. Er isolierte ein Alkaloidgemisch, welches er Sedin nannte. 1945 gelang es dem Kanadier Marion, geringe Mengen Nikotin und Sedamin, das erste Sedumalkaloid, zu isolieren. Danach wurden noch viele weitere Alkaloide in der Pflanze gefunden. Als weitere Wirkstoffgruppen des Scharfen Mauerpfeffers wurden im 20. Jahrhundert Flavonoide bzw. deren Glycoside entdeckt und nachgewiesen. 
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Also diese Pflanzen sind wohl leicht giftig, aber nicht sehr oder kaum.

Ich denke dann mal, davon würde ein Pferd sowieso keine Unmengen fressen und bei wenig passiert wohl eher nichts.

https://www.plantopedia.de/ist-fette-henne-giftig/


Keine bedenkliche Giftkonzentration
Weder Eltern kleiner Kinder noch Haustierbesitzer müssen sich hinsichtlich der Giftigkeit Fetter Hennen Sorgen machen. Fetthennen gelten als unbedenklich. Wenn überhaupt, sind sie nur in äußerst geringem Maße giftig. Ihre dicken, wasserspeichernden Blätter enthalten zwar Alkaloide, Gerbstoffe, Flavonoide, Glykoside und Gerbsäuren, jedoch in so geringen Konzentrationen, dass die Pflanzen nicht als giftig bezeichnet werden können. Genau genommen, sind sie noch nicht einmal ungenießbar.
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 LG
Renate

Mittwoch, 22. Januar 2020

Schneeglöckchen

Die Fotos sind aus dem ersten Januar-Drittel 2020

Die ersten Schneeglöckchen, die ich vor einigen Tagen habe fotografieren können. Allmählich werden es mehr überall und man sieht sie nicht mehr nur vereinzelt wie diese damals.

Es gibt diverse verschiedene Arten, direkt heimisch sind sie alle nicht hier, aber wurden durch die Gärten eingebürgert und können inzwischen auch bei uns wild wachsend auf Weiden vorkommen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schneegl%C3%B6ckchen


Einerseits werden die Wirkstoffe aus Schneeglöckchen als Heilmittel bei Demenz genutzt, andererseits enthalten die Pflanzen aber auch Giftstoffe .. deshalb ist auch hier bei einem Vorkommen auf Pferdeweiden Vorsicht geboten, falls die Pferde rankommen und sie fressen könnten.

Ich ziehe den Text darüber mal raus:
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Galantamin wird als Mittel gegen Demenz genutzt und um das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu bremsen.
Alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebel, enthalten giftige Alkaloide. In der Zwiebel befindet sich vorwiegend das Amaryllidaceen-Alkaloid, in anderen Pflanzenteilen Tazettin, Galantamin und Lycorin. Eine kritische Dosis ist nicht bekannt.
Mögliche Vergiftungssymptome: Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Gelegentlich werden Kreislaufstörungen mit Schweißausbruch und Benommenheit beobachtet.

Da findet man Schneeglöckchen auch unter den Giftpflanzen für Pferde:

https://pferdewiese.com/giftige-pflanzen-fuer-das-pferd/

Nach dem nächsten Link gehören Schneeglöckchen zwar nicht zu den giftigsten Pflanzen für Pferde, aber schon zu den relativ giftigen und sind nicht harmlos.

https://equiole.de/magazin/giftige-pflanzen-pferde/



Daraus:
  • Eibe, Tollkirsche, Adlerfarn, Buche, Buchsbaum, Lebensbaum, Eiche, Eisenhut, Goldregen, Gefleckter Schierling, Fingerhut, Herbstzeitlose, Ilex, Stechapfel, Narzisse, Kirschlorbeer, Kartoffel, Liguster, Raps, Schöllkraut, usw. sind stark giftige Pflanzen für Pferde! Von der ganzen Pflanze bis in einzelne Bestandteile verfügen die aufgezählten Arten über unterschiedliche Komponenten, die für Pferde sehr giftig sind.
  • Jakobskreuzkraut, Efeu, Bärenklau, Hortensien, Klatschmohn, Maiglöckchen, Krokusse, Lupinen, Rosskastanien, Schneebeeren, Schneeglöckchen, Tulpe, Wermut, uvm. sind weitere Beispiele für giftige Pflanzen für Pferde. Diese Pflanzen sind nicht ganz so giftig für Pferde wie die oben aufgelisteten Exemplare, können bei Verzehr aber dennoch zu erheblichen gesundheitlichen Schäden bei Pferden führen.
  • Lorbeer, Waldmeister sowie Hyazinthe sind als Beispiele bei den eher schwach giftigen Pflanzen für Pferde einzuordnen, sorgen aber auch insbesondere beim Verzehr von größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum für Vergiftungserscheinungen beim Pferd.
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  • LG Renate
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Montag, 20. Januar 2020

Meine ganz individuellen Erfahrungen und Gedanken rund um Rehepony Chiwa - Teil 14

Ein wunderschön harmonischer und für Chiwa gesunder Start im Pensionsstall Klein-Kühren

Der weite Weg von Dinghorst bis nach Klein-Kühren hatte Chiwa sogar gut getan.

Aufgrund ihrer leichten Tritt-Verletzung durch den Hengst in Dinghorst liefen wir mit einem leicht lahmenden Pony los und kamen mit einem an, das seltsamerweise kaum noch lahmte.

Die zwei kamen auf dieses sehr moorige Weidestück, wo zuerst hohes Gras wuchs, was sich aber schnell zertrat, denn der Sommer 2012 war sehr regnerisch.



Irgendwann wurden die beiden dann auch umgestellt, in unseren Augen viel zu spät .. sieht man sicher hier auf diesen Fotos ... aber nun ja.

Gleich weitermeckern, wer hat dazu schon Lust und schließlich klappte es dann ja auch, dass sie wieder trocken und auf nicht komplett zertretenem Gras standen.







Das Weidegras vertrug Chiwa zunächst gut . das würde sich erst im Spätherbst ändern ...die Leute waren nett und die Miteinsteller, soweit man sie überhaupt mal traf, auch und auf dem Reitplatz eigentlich immer Platz, so dass wir viel tun konnten, Jürgen reiten und wir mit beiden Bodenarbeit machen.

Das heißt, wir genossen den Sommer mit einem lange gesunden Pony und hätten nicht vermutet, dass der Winter dort nun Probleme machen würde.



Von jemand aus dem Dorf erfuhren wir, warum die Pferde endlich ein neues Weidestück bekommen hatten.

Prima war, weil da ja nichts mehr wuchs, über den Innen- und auch Außenzaun gesprungen und eine Frau aus dem Dorf, die woanders eine Stute der Stallbetreiber untergebracht hatte, die sie als Leihpferd ritt, hatte sie auf der Straße eingefangen und Bescheid gesagt, dass das sein müsste.





Wir würden später feststellen, dass dort niemand wirklich die Zeit hatte, mal die Weiden und Zäune abzulaufen, die bei Pferdehaltung ja so wichtigen Kontrollgänge zu machen, ob auch noch überall alles in Ordnung wäre.

Dass zwei Friesen vor uns wegen Hufrehe gegangen waren und das sehr wütend und auch ein eigenes Pony an Hufrehe gestorben war, erfuhren wir auch erst später genauso wie von vielen anderen Todesfällen von Pferden aus diversen anderen Gründen.

Noch fühten wir uns richtig wohl und ahnten nichts Böses.

Oben auf dem Foto regnet es Strippen.

Später würde man uns erzählen, dass die Heulage ständig schimmelte, hätte am verregneten Sommer gelegen .. und wir glaubten das auch. Es würde lange dauern, bis wir feststellen würden, das hatte vollkommen andere Gründe und war nur eine faule Ausrede.


Na ja .. erstmal war es Sommer und Spätsommer und alles Friede, Freude, Eierkuchen und wir hatten eine entspannte Zeit mit den Pferden und fanden die Leute dort wahnsinnig nett, die Lage toll und so weiter.

Es würde nicht so bleiben, leider.





In diesen ersten Sommermonaten dort kümmerten wir uns auch zunächst nur um unsere eigenen Pferde und noch nicht um die komplette Herde mit.

Wir wussten aber, dass die Einstellerin, die so wütend mit ihren Friesen gegangen war, genauso wie wir es später tun würden, auch extrem viel geholfen hatte, bevor sie dann wütend das Weite suchte.






Jürgen ritt Chiwa dort zum ersten Mal überhaupt sogar Galopp und wir hatten auch in Bezug auf Bodenarbeitsnummern nach Musik so viele schöne Pläne mit unseren Pferden dort.










Ab dem Foto oben waren Chiwa und Prima dann auf das nächste Weidestück umgezogen . das war auch trockener.

Es ging beiden gut. Es war auch dort kein schädlicher Bewuchs drauf.

Zwischendurch wechselten mehrmals die anderen Einsteller. Ich werde das jetzt nicht näher beleuchten .. wen das interessiert, der findet es alles in der viel genauer gemachten Pferdestory "Pferde, unsere stolzen Freunde", die ich im Pferde-Blog unter Seiten untergebracht habe.


Da wussten wir schon, welche beiden Boxen die zwei im Winter bekommen würden.

Noch war die Herde aber auf der Sommerweide.










Auf diesem herrlich großen Weidestück, wo ausgerechnet nur Chiwa und Prima raufgestellt wurden, passierte es dann im Herbst ... der erste ganz leichte Reheschub bei Chiwa.

Drei Gründe waren möglich ... Sumpfschachtelhalm in rauhen Mengen frei zugänglich in einer Senke .. Eichen im Knick, auch jede Menge und Zufütterung mit besagter Heulage, die, was wir später rausfinden würden, oft voller Schimmel, auch durchsetzt mit Sumpfschachtelhalm war.




Ja .. da in den ersten Tagen dort rannte Chiwa noch fröhlich .. dann lag sie lang.

Es war kein schlimmer Schub, wir konnten das ohne Heparin, Tierarzt und Kosten hinkriegen, runter von der Koppel. echtes Heu, das den beiden auch bekam, nur noch Auslauf und dann schon bald Box reichten erstmal aus.

Was wir dann aber nach dem Aufstallen der ganzen Gruppe im Winter erleben würden, kommt im nächsten Teil.



Es geht dann bald weiter mit einem Text und Fotos aus Februar 14 unter dem Titel "Eigene Pferde - unsere stolzen Freunde - Teil 25"

Also bis dann.

LG
Renate

Samstag, 18. Januar 2020

Die bisher einzige Studie über die Fruktanbildung in deutschen Weidegräsern

Es gibt leider nach wie vor keine neue und insofern auch keinen Beweis, ob Fruktan im Gras überhaupt Hufrehe auslösen kann


Unser Rehepony Chiwa mit ihren Freunden Nixe und Reno, bis 2001 auf jeder Weide rehefrei.
Ich war einfach mal suchen, ob es eigentlich was Neues darüber gibt, wie viel Fruktan denn in Deutschland überhaupt auf unseren Weiden gebildet wird.
In einer warmen regenreichen Phase erster Hufreheschub bei Chiwa auf einer Weide, wo in einer Senke Sumpfschachtelhalm zu finden war - die Sende wurde erst im Spätsommer aufgemacht.

Es gibt nichts Neues, es hat sich hier gar nichts Vernünftiges getan.

Nach wie vor gibt es nur die eine Studie, die eben zu dem Ergebnis kam, dass bei diesen Untersuchungen auch zur Fruktan-reichsten Zeit und auf Weiden mit besonders zur Fruktanbildung neigenden Hochleistungsgräsern dennoch Pferde über 180 kg Frischgras an einem Tag fressen müssten, um davon so viel aufzunehmen, dass sie davon Hufrehe kriegen können.
2002 in Kiel-Wellsee trotz ganzjährig Weidegang keine Hufrehe bei Chiwa

Und dass das kein Pferd schafft, so viel zu fressen, sondern dazu mehrere Tage braucht.

Ich kopiere den Kurztext unten zum Erhaltenbleiben mal komplett raus.

https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/pferdehaltung/fuetterung/hufrehe-fruktan.htm
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Hufrehe durch Fruktane im Weidegras?

 Fruktane sind in letzter Zeit in die Diskussion gekommen, die häufig zu Beginn der Weidesaison auftretende, durch frisches Gras bedingte Hufrehe des Pferdes auszulösen. Aufgrund ihrer Struktur gehören die Fruktane zu den rasch fermentierbaren Kohlenhydraten, die im Dickdarm des Pferdes einem schnellen mikrobiellen Abbau unterliegen. Die bei der Fermentation entstehenden Produkte können durch die vorgeschädigte Darmschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen, gefäßverengend wirksam werden und eine Hufrehe auslösen.


Was sind Fruktane?

Fruktane sind pflanzliche Reservekohlenhydrate, die vor allem in den Gräsern der gemäßigten Zone vorkommen. Als Produkte der Photosynthese werden sie aus Saccharose gebildet und als Energiereserven für Wachstum und Stoffwechsel der Pflanze gespeichert. Die Fruktanspeicherung ist abhängig von der Photosyntheserate einerseits und von dem Verbrauch an Reservekohlenhydraten für das Pflanzenwachstum andererseits. Die Fruktanbildung in der Graspflanze wird dabei von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Insbesondere die Pflanzenart, Tages- und Jahreszeit, die Vegetationsperiode, klimatische Bedingungen, wie Temperatur und Lichtintensität, und das Weidemanagement spielen eine große Rolle. Der Fruktangehalt der auf europäischen Pferdeweiden vertretenen Pflanzen variiert beträchtlich. Vor allem Deutsches, Welsches und Hybrid-Weidelgras enthalten viel Fruktan, während zum Beispiel Wiesenlieschgras, Rotschwingel und Wiesenfuchsschwanz Fruktan arm sind. Innerhalb der einzelnen Pflanzenarten gibt es zudem zum Teil deutliche Sortenunterschiede. Die tages- und jahreszeitlichen Schwankungen im Fruktangehalt sind abhängig von der Vegetationsperiode, der Temperatur und der Lichtintensität. So kommt es in Zeiten negativer Energiebilanz, so in Phasen schnellen Wachstums, während der Blütenentwicklung und zur Zeit der Samenbildung zu einer Abnahme der Fruktangehalte. Bei positiver Energiebilanz überwiegt die Fruktananreicherung. Steigende Temperaturen gehen mit niedrigeren Fruktangehalten einher, fallende führen zu einer Fruktanspeicherung. Insbesondere nächtliche Temperaturen um den Gefrierpunkt gefolgt von warmen, sonnigen Tagen erzeugen hohe Fruktangehalte im Gras. Auch eine zunehmende Lichtintensität fördert die Fruktanproduktion der Pflanze. Intensive Düngung und Nutzung der Weiden führen hingegen zu einer Abnahme der Fruktangehalte im Gras.

Zehn Betriebe beprobt

In einer Studie des Institutes für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sollten die jahreszeitlichen Schwankungen im Fruktan- sowie Protein- und Nährstoffgehalt in Gräsern von Pferdeweiden während der Weidesaison unter hiesigen Bedingungen dargestellt werden. Von besonderem Interesse waren die Zusammenhänge zwischen Fruktangehalt und Tages- und Jahreszeit, Witterungseinflüssen, Zusammensetzung des Weideaufwuchses, Weidemanagement und Nutzungsintensität.
Im Rahmen dieser Studie wurden zehn Pferdebetriebe im Münsterland von Mai bis November 2002 in einem vierwöchigen Rhythmus aufgesucht und beprobt. Unter den ausgewählten Betrieben befanden sich Freizeit-, Pensions-, Zucht- und Ausbildungsbetriebe sowie ein Vollblutgestüt und ein Ponyferienhof. Die standardisierte Entnahme des Gras-Kräuter-Leguminosengemisches, im Weiteren kurz „Grasproben" genannt, erfolgte in jedem Betrieb von stets der gleichen Weide zur jeweils gleichen Uhrzeit, um tageszeitliche Schwankungen im Fruktangehalt auszuschließen. Die Proben wurden als Sammelproben von mindestens 3 m2 in 2 cm Höhe vom Boden gewonnen, wobei die Probenentnahmestellen der durchschnittlichen Vegetation der Weide entsprachen. Die aktuellen Weidebedingungen, wie Besatzdichte mit Pferden, Weidezustand und Düngemaßnahmen, sowie die vor Ort herrschenden klimatischen Bedingungen wurden während jeder Probenentnahme detailliert protokolliert. Zusätzlich wurden vom Deutschen Wetterdienst stammende Daten zu Lufttemperatur, minimaler täglicher Bodentemperatur, relativer Feuchte, Bedeckungsgrad, täglicher Sonnenscheindauer und Niederschlagsmenge verwertet.


Ergebnisse der Fruktanuntersuchung

In den gewonnenen Grasproben erfolgte die enzymatische Bestimmung des Fruktangehaltes sowie die Analyse der organischen Rohnährstoffe, der Gerüstsubstanzen und der Mengen- und Spurenelemente. Die durchschnittlichen Gehalte der Inhaltstoffe im Gras im Verlauf der Weidesaison sind in der Tabelle 1 dargestellt. Die mittleren Fruktangehalte in den analysierten Grasproben erreichten im Mai Höchstwerte von 56,6 g/kg TS. Sie sanken in den folgenden Monaten kontinuierlich auf ein Minimum von 18,3 g/kg TS im August. Zum Ende der Weidesaison erfolgte ein Anstieg der durchschnittlichen Fruktangehalte auf Werte von fast 42 g/kg TS in den Monaten Oktober und November.
Tabelle 1: Mittlere Gehalte in der Trockensubstanz (TS) während der Weidesaison
Mittlere Gehalte in der Trockensubstanz (TS) während der Weidesaison
Die Fruktangehalte im Gras lassen somit im Verlauf der Weidesaison eine jahreszeitliche Variation erkennen, die mit höheren Werten im Frühjahr und Herbst und niedrigeren in den Sommermonaten einhergeht. Auffällig ist dabei die große Variationsbreite der Fruktanwerte innerhalb eines Monats. So wurde zum Beispiel im Monat September ein minimaler Fruktangehalt von 10,6 g/kg TS und ein Maximalwert von 81,6 g/kg TS beobachtet. Die mittleren Fruktangehalte im Gras in den Monaten Mai bis November 2002 gibt eine so genannte Boxplot-Abbildung wieder, die neben den Mittelwerten auch die Minimal- und Maximalwerte, den Median und die 25-75%-Perzentile, in denen 25 bzw. 75% der ermittelten Werte liegen, darstellt, siehe Abbildung.
Abbildung: Fruktangehalte im Verlauf der Weidesaison
Fruktangehalte im Verlauf der Weidesaison
Die Fruktangehalte wurden in Beziehung gesetzt zu den untersuchten Inhaltsstoffen der Grasproben sowie zu den Wetterdaten und zu der Besatzdichte der Weide mit Pferden zur Zeit der Probenentnahme. Dabei ergaben sich nicht signifikante, signifikante (p < 0,5) und hoch signifikante (p < 0,01) Korrelationen, die in der Tabelle 2 zusammengefasst sind. Beispiel zur Erläuterung: Die Höhe der gemessenen Gehalte an Rohasche (Ra), organischer Substanz (oS) und Rohfaser (Rf) haben keinen bedeutenden Einfluss auf den Fruktangehalt, wohingegen mit steigendem Rohfett- und Rohproteingehalt der Fruktangehalt des Grases statistisch hoch gesichert abnimmt.
Tabelle 2: Einflussfaktoren auf den Fruktangehalt im Gras
Einflussfaktoren auf den Fruktangehalt im Gras
Bei den Temperaturwerten übte vor allem die durchschnittliche Lufttemperatur in den zwei Tagen vor der Probenentnahme sowie die mittlere minimale Bodentemperatur in den drei Tagen vor der Probenentnahme einen großen Einfluss auf den Fruktangehalt im Gras aus. Mit steigenden Temperaturen verringerte sich der Fruktangehalt. Eine statistisch abgesicherte Beziehung zwischen der aktuellen Besatzdichte der Weide und dem Fruktangehalt im Gras konnte nicht beobachtet werden, jedoch zeichneten sich Betriebe mit höherer Nutzungsintensität im Verlauf der Weidesaison durch niedrigere Fruktangehalte aus. Eine Beeinflussung der Fruktanwerte durch bestimmte Weidepflegemaßnahmen, wie zum Beispiel Rinderbeweidung oder Toppen des Grases, wurde nicht festgestellt. Weiden, die intensiv mit Dünger versorgt wurden, wiesen niedrigere Fruktangehalte auf als extensiv gedüngte Weiden. Eine Einflussnahme der Pflanzenart auf den Fruktangehalt lag in der vorliegenden Studie aufgrund der nahezu identischen botanischen Zusammensetzung der untersuchten Weiden nicht vor. Sowohl fruktanreiche (Deutsches Weidelgras) als auch fruktanarme Gräser (Knaulgras, Wiesenrispengras, Wiesenfuchsschwanz) kamen auf jeder Weide vor.

Fruktangehalte und Hufreherisiko

Experimentell konnte die Hufrehe des Pferdes nach einmaliger Gabe von 7,5 g Fruktan/kg Körpermasse (KM) ausgelöst werden. Bei einem maximalen Fruktangehalt von 82 g/kg Grastrockensubstanz wie er in der vorliegenden Studie nachgewiesen wurde und einer unterstellten Trockensubstanzaufnahme von 2,5 % des Körpergewichtes nimmt ein Warmblutpferd täglich 2,05 g Fruktan/kg Körpermasse (KM) auf. Um bei diesem Fruktangehalt eine Hufrehe auslösende Fruktanmenge von 7,5 g/kg KM aufzunehmen, müsste ein Großpferd täglich 36,6 kg Grastrockensubstanz oder 183 kg Grasfrischmasse (TS-Gehalt 20 %) fressen. Ein Pferd mit einer Körpermasse von 500 kg benötigt zur Aufnahme dieser Grasmenge jedoch etwa zweieinhalb bis drei Tage. Gemessen daran ist demnach ein maximal ermittelter Fruktangehalt von 82 g/kg TS als risikolos einzuschätzen. Einschränkend ist jedoch zu sagen, dass die Fruktanwerte lediglich im vierwöchigen Abstand untersucht wurden und dass die Temperaturen während des Beprobungszeitraumes kaum Werte um den Gefrierpunkt erreichten. Inwieweit die Fruktangehalte im Weidegras der am Versuch teilnehmenden Betriebe unter anderen Bedingungen, zum Beispiel frostige Nächte gefolgt von sonnigen Tagen, angestiegen wären und ob die für die Auslösung der Hufrehe des Pferdes erforderliche Fruktanaufnahme möglich gewesen wäre, bleibt Spekulation. Die ermittelten Gehalte an Fruktan in den Grasproben liegen deutlich unterhalb der Fruktanmenge, mit der experimentell die Hufrehe des Pferdes ausgelöst werden konnte.

Empfehlungen

Es können folgende Empfehlungen zu Weidemaßnahmen gegeben werden: Es sollten bevorzugt fruktanarme Gräserarten, wie Wiesenlieschgras oder Rotschwingel, angebaut werden. Außerdem sollten die Weiden regelmäßig genutzt und eventuell eine zusätzliche Rinderbeweidung sowie regelmäßige Düngung auch während der Weidesaison vorgenommen werden. 

Autor: Dr. Sandra Dahlhoff, Hannover, Dr. Wolfgang Sommer
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Wie auf vielen anderen Weiden konnte Chiwa ohne Hufreheprobleme auch in der Preetzer Feldmark ganzjährig zusammen mit Thunder und Prima den Weidegang genießen.


Das ist die Dahlhoff-Studie, von der da oben gesprochen wird:

https://d-nb.info/970830211/34

Für alle, die gerne alles und sehr genau nachlesen möchten.

Die ist ca. 180 Seiten lang.

LG
Renate


Freitag, 17. Januar 2020

Neues zum Thema Stress - sicher auch in Bezug auf Hufrehe interessant

Diese Studie betrifft zwar Menschen, aber ich würde sagen, ist gut auf Pferde übertragbar

Ich habe früher, als ich anfing, mich über mein altes Hufrehe-Forum intensiv mit dieser Krankheit zu beschäftigen, schnell rausgefunden, dass Hufrehe bei Pferden und der Herzinfarkt oder Schlaganfall beim Menschen viele Parallelen aufweisen.

Man findet das, wenn man gezielt nach Botenstoffen sucht und was die machen und bewirken können, weil google dann ja ohne drauf zu achten, worum es eigentlich geht, eben diese Suchworte nimmt und alles sucht, was dazu passt.

Ich nannte damals im Forum Hufrehe spaßeshalber oft Fußinfarkt.

Also Grund ist nach meiner Meinung, dass bei Pferden die feinsten Blutgefäße in den Hufen sind .. beim Menschen nicht, da sind es die Herzkranzgefäße oder welche zum Gehirn hin.

Ich lese mir das jetzt mal durch und kopiere die wichtigen Sachen raus .. Rest bitte alleine im Link nachlesen, ganz abkopieren darf ich sowas nicht, nur Zitate rausziehen.

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-stress-fuehrt-zu-entzuendungen-im-koerper-ganz-ohne-keime-1.3330430?fbclid=IwAR1lop6sUiyyyt7fXPpjBBInTxlDx-5jxCv7d_BANwIrUNNv1KxzLE-XYI4

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Medizin:Stress führt zu Entzündungen im Körper, ganz ohne Keime

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Wer ständig auf Hochtouren lebt, hat ein ähnliches Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt wie Raucher. Eine aktuelle Studie zeigt: Auslöser ist ein kleiner Kern im Gehirn.

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Stress ist vor allem Nervensache, zieht aber den gesamten Organismus in Mitleidenschaft. Zwar wissen Ärzte, dass Herzbeschwerden früher auftreten, Gefäße eher dichtmachen und nahezu jedes Organ beeinträchtigt werden kann, wenn der Mensch dauerhaft unter Strom steht. Auf welche Weise psychische Belastungen den Körper schädigen, ist hingegen nicht im Detail bekannt. Harvard-Mediziner zeigen nun im Fachmagazin Lancet, wie chronischer Stress vom Hirn gesteuert in der Folge Herz und Blutgefäßen zusetzt.


 Das Team um Ahmed Tawakol hat fast 300 Erwachsene mittleren Alters untersucht. Bei Probanden, die über starken Stress klagten, war die Nervenaktivität der tief im Hirn gelegenen Amygdala erhöht, die auch als Mandelkern bezeichnet wird. Zudem waren die Adern dieser Studienteilnehmer stärker verhärtet und weniger durchlässig. Der Mandelkern gilt als Teil des emotionalen Gehirns, in dem Gefühle wie Angst und Ärger verarbeitet werden. Unter Stress gehen von hier offenbar Signale an das Knochenmark und andere Körperregionen aus, vermehrt weiße Blutkörperchen und weitere Entzündungsstoffe zu produzieren.

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 So werden chronische Entzündungen im Körper angeregt, ohne dass dazu ein Keim oder eine Infektion notwendig wäre. Der von Medizinern als Inflammation bezeichnete Vorgang ist ein steter und allgegenwärtiger Aggressionsherd im Körper, der jedes Gewebe und besonders die Wände von Arterien angreifen kann, die daraufhin rigider und dicker werden. Vorzeitige Gefäßverengung und damit Krankheiten wie Angina Pectoris, Herzinfarkt oder Schlaganafall sind die naheliegende Folge.

 Mit Scans des Gehirns und anderer Körperregionen wiesen die Forscher nach, dass eine erhöhte Aktivität der Amygdala mit einer erhöhten Konzentration von Substanzen einherging, die Entzündungen aufrechterhalten. Auch klinisch zeigte sich, dass die Blutgefäße bei Probanden stärker beeinträchtigt waren und ihr Infarktrisiko um nahezu 60 Prozent erhöht, wenn der Mandelkern ständig feuerte. "Genauso wie nach anderen Risikofaktoren für Herzkreislaufleiden sollte routinemäßig auch nach chronischem Stress gefragt und die Behandlung danach ausgerichtet werden", sagt Tawakol. "Werden psychische Belastungen gezielt reduziert, dient das nicht nur dem Wohlgefühl, sondern hat handfeste Auswirkungen auf die Gesundheit."

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Mehr dann bitte im Link nachlesen.

Auch Pferde können Stress haben.

Das neue Frauchen von Chiwa hat mir zum Beispiel erzählt, dass ihre Rehekollegin Luna noch nie bei ihr auf der Weide Hufrehe bekommen hat, sondern im Winter.

Und sie meint, das hat da an Stress gelegen, auch nicht am Winterfutter und achtet jetzt sehr darauf wie z. B. wenn Chiwa ihre eingeweichten Heucobs kriegt und Luna dann futterneidisch ist, dass die dann paar Leckerlis bekommt und sich so dann nicht mehr darüber aufregt.

Bei Chiwa hatte ich bei ihren Hufreheschüben nicht das Gefühl, es war Stress, bei ihr waren es in meinen Augen zuerst Sumpfschachtelhalm, dann falsche Hufbearbeitung, dann Eicheln und/oder falsche Hufbearbeiktung, dann wieder falsche Hufbearbeitung und zuletzt Schimmel plus Sumpfschachtelhalm im Winterfutter.

Aber ich denke, Stress kann sowas auslösen und wenn man merkt, ein Pferd hat Stress und dann noch immer wieder Hufrehe, sollte man überlegen, wie man dem Tier diesen Stress ersparen kann.

LG
Renate
 

Montag, 13. Januar 2020

Hufrehe-Neigung und Neigung zu EOTRH, ein möglicher Zusammenhang

Noch forschen sie, aber ein Zusammenhang zwischen Hufrehe- und EOTRH-Neigung wird diskutiert

Wie das mit den Zähnen von Chiwa ausschaut, weiß ich noch nicht.

Die Pferde-Zahnärztin war vorgestern wieder da, aber Chiwa hat so ein Theater gemacht, es kam keiner an sie ran. Nur Prima wurde behandelt .. ganz schlimm, erzähle ich gleich drüben im Pferde-Blog.

Für Chiwa wurde ein neuer Termin gemacht zum 9. März 20 ... dann kriegt sie zuerst eine Sedierung und dann mal schauen, wie das wird.

Ich hab nochmal was rausgesucht wegen EOTRH ... diese Krankheit kann genauso wie die Neigung zu Hufrehe den gleichen Grund haben und Chiwa hat ja beides, EOTRH und die Neigung zu Hufrehe.

Ich hab das mal verlinkt und übernehme mal das davon, was besonders wichtig ist, hier mit rein.


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Das bedeutet in der Zusammenfassung: Aus bislang unbekannten Gründen gibt es bei den Pferden (ähnlich übrigens auch bei Katzen) eine Erkrankung, bei denen die Odontoklasten Zahnsubstanz auflösen oder fressen. Diese Bereiche werden in vielen Fällen durch Zahnzement aufgefüllt, was jedoch nicht in geregelten Bahnen geschieht, sondern unkontrolliert und übermäßig. Das führt zu den bekannten knolligen Zahnwurzeln.
Leider weiß man heute noch immer nicht, warum diese Krankheit entsteht. Es gibt hier einige anatomisch und physiologisch begründete Hypothesen an denen gerade mit Hochdruck geforscht wird.
  • Die Minderdurchblutungstheorie geht davon aus, dass eine erhöhte Druckbelastung der Schneidezähne zu einer Durchblutungsstörung führt (Hole, Staszyk 2016)
  • Eine ähnliche Theorie schreibt die Veränderungen einer Überlastung der Fasern, die die Schneidezähne in ihrem Zahnfach halten (Ligamentum peridontale) (Earley 2013)
  • Die dritte Hypothese geht von einer chronischen Entzündungsreaktion der Zahnumgebung (des Periodonts) aus (Grier-Lowe 2015)
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Bei den Überlastungstheorien lassen sich Parallelen zur Hufrehe-Entstehung erkennen. Auch hier wird eine stark durchblutete und stark mechanisch beanspruchte Struktur überlastet oder aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr stark genug durchblutet. Letztlich reagiert auch die Huflederhaut bei chronischer Rehe mit verstärkter Hornbildung, aus der der knollige Rehehuf entsteht.
Da die Ursache nicht bekannt ist, sind auch die Behandlungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Passend zu den Druck- und Überlastungshypothesen hat es sich bewährt, die Schneidezähne betroffener Pferde zu entlasten oder sogar vollständig aus der Reibung zu nehmen.
Bei dieser Maßnahme ist allerdings die perfekte Bearbeitung der Backenzahnkaufläche noch wichtiger als ohnehin schon
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 Der Einfluss genetischer (rassebedingter) Faktoren, der Fütterung (mehr Heu, weniger Heu, Heu aus Heunetzen, Spurenelemente, Mineralfutter etc.) oder auch von Stoffwechselerkrankungen (Cushing, EMS…) ist ebenfalls noch völlig ungeklärt.
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Bei manchen Pferden findet die Entwicklung der EOTRH langsam und schleichend statt. Bei Ihnen findet man kaum Entzündungssymptome und registriert die Erkrankung erst, wenn sich die Knollen der Zahnwurzeln schon unter dem Zahnfleisch vorwölben. Bei diesen Pferden finden auch die unten aufgezählten entzündlichen Prozesse deutlich moderater statt. So kann hier mit einer kombinierten Therapie aus der Fütterung von Heilpilzen und einer Druckentlastung der Schneidezähne der Verlauf deutlich verlangsamt werden. Oftmals können in solchen Fällen auch die Zähne erhalten werden, wenn nicht mechanische Probleme (mangelnder Lippenschluss) eine Extraktion nötig machen.

Bei anderen Pferden findet die Veränderung innerhalb weniger Monate statt. Hier ist das Geschehen oftmals hochgradig schmerzhaft und es finden neben der Knollenbildung finden noch weitere entzündliche Prozesse im Bereich der betroffenen Zähne statt:
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 Also das war nur ein Teil ... der ganze Text ist im Link zu finden.

LG
Renate

Sonntag, 12. Januar 2020

Winterlinge

Fotos sind von Anfang Januar 2020

Wie jedes Jahr, sind die Winterlinge bei uns eigentlich immer die ersten Blumen im Jahr, die in den Gärten aus der Erde kommen, meistens noch vor den ja auch sehr früh kommenden Schneeglöckchen.

Das war auch in diesem Jahr so.

Es kann natürlich auch leicht vorkommen, dass diese beliebten Frühblüher verwildern und dann auf einer Pferdeweide auftauchen.

Und wenn das passiert, wäre das gar nicht gut, denn diese hübschen kleinen Blümchen sind für Pferde gar nicht gesund und sollten sie welche davon fressen, wäre das nicht gut und kann in größeren Mengen sogar lebensgefährlich werden.

Dazu kopiere ich Euch mal den Wikipedia-Link hier rein, wo ich das gefunden habe und setze den Teil über die Giftigkeit der Winterlinge dann als Zitat noch extra mit dazu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Winterling
Der Winterling ist bei Verzehr giftig, insbesondere die Knollen sind stark giftig.
Die Hauptwirkstoffe sind Herzglykoside aus der Gruppe der Bufadienolide, Eranthin A und B.
Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, Koliken, unregelmäßiger, verlangsamter Puls, Herzschwäche, Sehstörungen, Atemnot, bei letaler Dosis Herzstillstand im Kollaps

 Fazit: So hübsch wie diese Blumen auch aussehen mögen, auf der Pferdeweide haben sie nichts zu suchen.


LG
Renate